CARE zum Weltmädchentag: Syrische Mädchen verpassen Bildungschancen

In Syrien selbst behalten Eltern aus Angst vor der täglichen Gewalt ihre Kinder zu Hause. In den Nachbarländern fehlt es an Klassenräumen und Lehrern, um syrische Flüchtlingskinder zu unterrichten: „Obwohl die Schulen in den städtischen Ballungszentren von Jordanien inzwischen Doppelschichten anbieten und die Klassen dreimal so viele Kinder aufnehmen wie gewöhnlich, ist das Bildungssystem überlastet“, berichtet die deutschsprachige CARE-Mitarbeiterin Johanna Mitscherlich aus Jordanien.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind fast 328.000 der über 2,1 Millionen syrischen Flüchtlinge in der Region schulpflichtige Mädchen. Alleine in Jordanien besucht derzeit nur ein Drittel der rund 150.000 syrischen Kinder im schulpflichtigen Alter die Schule. "Ich habe mit syrischen Flüchtlingsfamilien gesprochen, die drei bis fünf Kinder haben“, berichtet Mitscherlich. „Die Eltern müssen sich entscheiden: Welches ihrer Kinder schicken sie in die Schule?“ Meistens seien es die Töchter, die bei der Entscheidung leer ausgingen.

Der internationale Tag des Mädchens wurde erstmals am 11. Oktober 2012 von den Vereinten Nationen ausgerufen und soll auf die besonderen Bedürfnisse von Mädchen weltweit aufmerksam machen.

Um weltweit Mädchen und ihre Familien unterstützen zu können, benötigt CARE Spenden:
Spendenkonto 4 40 40, Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 50 198.

Weitere Informationen:
www.care.de/spenden

Foto: CARE. Foto: Johanna Mitscherlich