FLH: Goldfische, die beliebtesten Heimtiere


Bunt, bunt, bunt sind alle meine Schuppen
Goldfische können sehr unterschiedlich aussehen, denn mittlerweile gibt es mehr als 250 verschiedene Zuchtformen. Ihre schillernden Farben reichen von leuchtend rot über rotorange bis gelblich, aber es gibt auch Schwarze und schwarz-weiß Gefleckte in unterschiedlichsten Kombinationen. Auch die Größe der Fische kann variieren: Einige von ihnen können eine Länge von bis zu 40 Zentimetern erreichen. Wie groß ein Tier wirklich wird, hängt zum Teil auch vom Platzangebot der Umgebung ab.

Die verschiedenen Züchtungen unterscheiden sich besonders an den Schwanzflossen. Einige haben lange, gerade Schwänze, andere Fächerschwänze, Schleierschwänze oder kometenschweifähnliche Flossen. Es gibt auch Züchtungen, die Verdickungen wie kleine Polster an ihren Köpfen haben und passenderweise Löwenköpfe genannt werden, andere Formen besitzen riesige teleskopartige Augen.

Goldfische besitzen, wie alle Karpfen, keinen Magen. Deswegen findet die Verdauung der Nahrung ausschließlich im Darm statt. Damit sie in der freien Natur ausreichend Futter finden, sind ihre Augen hochentwickelt und auf die Nahrungssuche im trüben Wasser spezialisiert. Goldfische können besser sehen als Menschen. Während wir vor dem Aquarium stehen und die Tiere mit den Sehzellen für rot, blau und grün betrachten, haben sie einen zusätzlichen Sehzellentyp, der UV Licht wahrnehmen kann. Hiermit entgehen ihnen auch die kleinsten Wasserflöhe und Plankton nicht – selbst wenn sie gegen eine blendende Wasseroberfläche blicken müssen.

Unkomplizierter Mitbewohner
Damit die weltweit beliebten Fische sich beim Menschen wohlfühlen, braucht es nicht viel. Um ihren Bewegungsdrang ausleben zu können, benötigen die Tiere allerdings ausreichend Platz im Teich oder Aquarium. 20 bis 50 Liter Wasser sollten jedem Fisch zur Verfügung stehen. Da Goldfische gerne in Gruppen leben, müssen mindestens drei Tiere zusammen gehalten werden. Es ist ratsam das Wasser bei einem neu angelegten Aquarium ca. drei Wochen vor Fischbesatz einzufüllen. So kann sich ausreichend Mikrofauna bilden, die für einen gesunden Wasserhaushalt wichtig sind. Bei gechlortem Wasser gibt es im Zoofachhandel spezielle Mittel zur Aufbereitung. Ansonsten braucht das Aquarium nur einen Filter und in regelmäßigen Abständen sollte etwa ein Drittel des Wassers ausgetauscht werden.

Was die Temperatur angeht sind Goldfische extrem flexibel, so dass im Becken keine Heizung nötig ist. Einen dicken Boden mit Kies, Sand, Steinen, Wurzeln und Pflanzen mögen die Goldfische besonders, da sie gerne gründeln, den Boden aufwühlen und an Pflanzen knabbern. Ein so eingerichtetes Aquarium kann der Beginn einer langen Freundschaft zwischen Mensch und Fisch sein. Denn Goldfische können tatsächlich sehr alt werden: 30 Lebensjahre oder mehr sind keine Seltenheit.
Quelle: Fördergemeinschaft Leben mit Heimtieren e. V. (FLH)

Weitere Informationen:
www.flh-ev.de

Bildtext: Da Goldfische gerne in Gruppen leben, müssen mindestens drei Tiere zusammen gehalten werden. Foto: FLH