Bettina Raddatz: „Die Staatskanzlei“


Selbstverständlich schließt die Autorin, langjährige Mitarbeiterin deutscher Spitzenpolitiker, sämtliche denkbare Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen aus. Aber ach, der Leser von heute glaubt die eine oder andere Spur zu entdecken … könnte damit nicht dieser gemeint sein oder doch jener?

Gemach. Es ist kein Tatsachenroman, sondern ein spannender Krimi mit allem was dazu gehört: politische Intrigen, Filz zwischen Politik und Wirtschaft, eine gute Prise Mafia, etwas Liebe. Zwei handelnde Personen werden erschossen. Ein Pressesprecher und eine Kriminalrätin – die schon aus dem ersten Band der Krimi-Trilogie bekannte Verena Hauser –sind die Sympathieträger und gleichzeitig gegen Ende der Story in Lebensgefahr. Dazwischen breiten sich eine Grauzone und schwarze Abgründe aus, wir sagen nur .. nein, wir sagen es nicht, sonst nehmen wir Spannung raus.

Bloß so viel: Der einfache Bürger und Steuerzahler gruselt sich und es graust ihm, weil er weiß, dass die Geschichte zwar nur eine Geschichte ist, aber dennoch denkbar wäre. Vielleicht ist „Die Staatskanzlei“ deshalb in einem österreichischen Verlag erschienen. Im Übrigen warten wir auf Band drei der Trilogie.

brikada-Bewertung: Gepflegte Spannung für mündige Staatsbürger und Wähler.
Doris Losch

Leserbewertung:
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Bettina Raddatz: „Die Staatskanzlei“, Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen, 450 Seiten, Euro 19.95, ISBN: 978-3-99200-058-6, erschienen im Braumüller Verlag, Wien.

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