KDA: Neues Service-Verzeichnis zu Demenz ging am Welt-Alzheimertag online


Dabei handelt es sich um ein Service-Angebot der Landesinitiative Demenz-Service NRW, die vom Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales und den Pflegekassen gefördert wird. Damit erfahren von der Krankheit betroffene Familien sowie auf diesem Gebiet beruflich Engagierte eine wichtige Hilfe, denn sie erhalten auf einen Blick detaillierte Hinweise auf wohnortnahe Angebote.

"Die Begleitung von Menschen mit Demenz ist sehr aufwändig. Pflegende Angehörige sind rund um die Uhr gefordert und können oft nur kurz das Haus verlassen, um zum Beispiel in großer Eile einkaufen zu gehen", erklärt Christine Sowinski, Psychologin und Pflegefachfrau des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), bei dem die Koordinierungsstelle der Landesinitiative Demenz Service NRW eingerichtet wurde. "Um die Pflegenden zu entlasten und damit ihre Pflegebereitschaft über einen längeren Zeitraum zu fördern, muss die Begleitung von Menschen mit Demenz unbedingt auf mehrere Schultern verteilt werden", betont Sowinski. Doch zeitnah geeignete Helferinnen und Helfer oder Institutionen zu finden, sei oft ein großes Problem. Das neue Online-Verzeichnis soll dabei zukünftig Abhilfe schaffen.

Derzeit sind in dem Verzeichnis rund 1400 Angebote zu finden. Darunter sind erstmals auch ca. 500 vom Versorgungsamt Düsseldorf anerkannte Gruppen mit ehrenamtlich Helfenden, deren Leistungen mit den Pflegekassen abgerechnet werden können.

Weitere Informationen: www.demenz-service-nrw.de

Hintergrund:
Das Online-Angebotsverzeichnis wurde zusammen mit den acht Demenz-Servicezentren in NRW und dem Versorgungsamt Düsseldorf zusammengestellt. Die Angaben des Verzeichnisses beruhen auf einer Selbstauskunft der Dienste und Einrichtungen, werden aber von den Demenz Servicezentren laufend stichprobenartig und bei Bedarf überprüft sowie aktualisiert. Das Internet stellt dazu das ideale Medium dar. Anbieter von Demenz-spezifischen Angeboten können sich mit Hilfe eines Online-Antragsformulars auch selbst für die Aufnahme in die Datenbank bewerben. Somit lassen sich noch vorhandene Datenbanklücken in einzelnen Regionen NRWs sehr schnell schließen.

In Nordrhein-Westfallen leben derzeit mehr als 300.000 Menschen mit Demenz, von denen 75 Prozent in den eigenen vier Wänden meist von ihren Angehörigen betreut und gepflegt werden.

(Der Link wurde am 22.09.2006 getestet.)