Johanna Fürstauer: „Wie kam die Katze auf das Sofa?“


Tatsächlich startete die Katze ihre Eroberung des Globus von den Pharaonenhöfen Ägyptens aus. Per Schiff setzte sie übers Mittelmeer nach Griechenland und ins alte Rom und von dort aus nach ganz Europa (und natürlich darüber hinaus).

Wie eng die Geschichte der Menschen mit der der Katzen verbunden ist, ruft das Buch ins Bewusstsein. Gäbe es Katzen nicht, wäre vielleicht auch unsere Geschichte anders verlaufen. Hätte sie die Kornspeicher der alten Ägypter nicht frei von Mäusen gehalten und die Getreidevorräte späterer Kulturen geschützt, wer weiß, was passiert wäre.

Stets polarisierte die Katze – die einen liebten sie, vergöttlichten sie, herzten und kraulten sie, andere – schlechte, verblendete Menschen, nicht zuletzt aufgehetzt von der katholischen Kirche – folterten und verfolgten sie. Das entsprechende Kapitel lesen sensible Gemüter am besten sehr flüchtig oder überblättern es ganz.

Es gibt genügend Amüsantes und Anregendes zu entdeckten, z.B. über das Zusammenleben von Katze & Literaten, Katzen in Bibliotheken, Katzen und bedeutende historische Persönlichkeiten. Wir entdecken etwa sympathische Züge an Kardinal Richelieu, erfreuen uns an Hinweisen auf Katzenzitate von Heine, Zola und applaudieren im Geiste dem englischen Maler und Schriftsteller Edward Lear, der sein zweites Haus exakt nach dem Vorbild des ersten errichten ließ, weil sich sonst sein Kater Foss dort nicht hätte zurechtfinden können.

brikada-Bewertung: Ein Muss für alle Fans von unser aller Lieblingstier, der Katze.
Doris Losch

Leserbewertung:
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Johanna Fürstauer: „Wie kam die Katze auf das Sofa?“, Eine Kulturgeschichte, 320 Seiten, Hardcover mit Lesebändchen, 24.90 Euro, ISBN 978 3 7017 3238 8, erschienen im Residenz Verlag, St. Pöltzen/Salzburg.

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