Universität Witten/Herdecke: Jukebox im Altenheim


Dass der Pflegewissenschaftlerin dies gelingt, hat sie mit ihrem Programm „Mobilitätsförderung in der Altenpflege“ bereits in Einrichtungen in Bayern und Berlin bewiesen.

Mit einem ungewöhnlichen Programm will die Wittener Pflegewissenschaftlerin Prof. Angelika Zegelin die Mobilität älterer Heimbewohner aufrecht erhalten. „40 bis 50 Prozent der Leute, die in ein Altenheim kommen, können schon ein Jahr später nicht mehr selbst gehen und stehen“, sagt die Mitarbeiterin des Departments für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke. Grund dafür sei häufig nicht etwa die Gebrechlichkeit der Heimbewohner, sondern fehlende Förderung und Motivation.

Um hier entgegenzuwirken, hat Angelika Zegelin das Programm „Mobilitätsförderung in der Altenpflege“ entwickelt. Es beinhaltet den Ausbau so genannter Mobilitätspfade im Heim. Entlang dieser Pfade sind beispielsweise Spielautomaten, Jukeboxen oder historische Film- und Werbeplakate aufgestellt, welche die Bewohner motivieren sollen, eigenständig zu laufen. „Das können durchaus schräge Sachen sein, die neugierig machen“, so Zegelin. „Wir müssen zeigen, dass das Leben in einem Altenheim noch nicht zu Ende ist.“

„Das Ergebnis war jedes Mal, dass die Leute wieder mobiler geworden, beziehungsweise die Neuankömmlinge länger mobil geblieben sind, “ fasst die Professorin zusammen. Nun sucht die Pflegewissenschaftlerin Einrichtungen in NRW, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind.

Weitere Informationen:
www.uni-wh.de

Bildunterschrift: Prof. Dr. Angelika Zegelin, Universität Witten/Herdecke,

(Der Link wurde am 06.08.2011 getestet.)