Rieger + Ludwig: Mit dem Motorrad sicher durch die Kurve


Abgefahren, ausgehärtet oder sogar schon rissig: Auch Motorradreifen sind nicht endlos haltbar. Die Folgen des Alterungs-Prozesses sind schlechte Bodenhaftung und längere Bremswege. Die Reifen „gasen aus“ und sollten nach sechs bis zehn Jahren auf jeden Fall ausgetauscht werden.

Doch auch neue Reifen sind gefährlich. „Die ersten 100 bis 200 Kilometer ist Vorsicht angesagt“, warnt der Augsburger Reifenexperte. „Die Reifen müssen erst eingefahren werden, bevor sie ihre volle Straßenhaftung erreichen.“ Unfälle mit nicht sachgemäß eingefahrenen Reifen können wegen grober Fahrlässigkeit sogar zum Verlust des Versicherungsschutzes führen.

Die Zahl der tödlichen Motorradunfälle geht zwar kontinuierlich zurück, trotzdem sterben auf deutschen Straßen noch immer über 600 Biker pro Jahr. Hightech-Entwicklungen – auch bei den Reifen – haben allerdings zu einem spürbaren Anstieg der Sicherheit geführt.

Wie wichtig ein zuverlässiger Reifen ist, zeigen auch diese Daten: Gerade im Frühjahr weist der Asphalt extreme Temperatur-Unterschiede auf. In kalten Waldgebieten ist die Straßen- und Kurvenhaftung deutlich schlechter als in sonnigen Abschnitten.

Die wichtigsten Grundregeln für Gebrauchtreifen gibt das Gesetz vor. Die Profiltiefe muss bei Motorrädern mindestens 1,6 Millimeter betragen. Liegt der Wert darunter, werden ein Bußgeld und drei Punkte in der Flensburger Verkehrssünder-Datei fällig. Für Leichtkrafträder, Kleinkrafträder und Mofas gilt eine Mindestprofiltiefe von 1,0 Millimetern. Doch auch das sollte bedacht werden: Motorräder haben keine Knautsch-Zone.

Weitere Informationen:
www.rieger-ludwig.de

Bildunterschrift: Experten raten vor der ersten Tour zu einem umfassenden Reifen-Check. Auch die wachsende Zahl der Motorradfarerinnen sollte diesen Rat beherzigen!

(Der Link wurde am 16.05.2011 getestet.)