Baden-Württemberg/Caritas: 30-Jahr-Feier des Ulmer Frauenhauses


„Wir dürfen Gewalt gegen Frauen und Kinder nicht einfach hinnehmen. Sie ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Sie macht nicht vor einem gesellschaftlichen Status halt und findet sich in allen Gesellschaftschichten“, schilderte Sozialministerin Dr. Monika Stolz vor wenigen Tagen in Ulm. Damals wie heute sei Gewalt gegen leider noch an der Tagesordnung. Die Formen der Gewalt gegen Frauen reichten von der Belästigung über die körperliche Misshandlung und den sexuellen Missbrauch bis hin zu Tötungen.

„Eine besonders grausame und perfide Form der Gewalt gegen Frauen ist der Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung“, erklärte die Ministerin. Meist würden die Frauen unter Ausnutzung der ärmlichen Verhältnisse und der Perspektivlosigkeit in ihrem Heimatland und unter dem Vorwand einer seriösen Jobvermittlung nach Deutschland gelockt. Für viele Frauen endet dieser Weg in eine scheinbar bessere Zukunft in der Zwangsprostitution.

Aktuell bestehen in Baden-Württemberg etwa 56 Beratungsstellen für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder, 41 Frauen- und Kinderschutzhäuser mit 761 Plätzen, 26 Notrufe, sechs Beratungsstellen für von Menschenhandel, Zwangsprostitution und Zwangsverheiratung Betroffene sowie 37 Beratungs- und Anlaufstellen für Opfer von sexueller Gewalt.
(Quelle: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg)

Weitere Informationen:
www.caritas-ulm.de
www.gewaltschutz.info

(Die Links wurden am 16.10.2010 getestet.)