BzgA warnt vor Live-Wetten zur Fußball-WM


Wer wird Fußballweltmeister? Die Antwort auf diese Frage bewegt derzeit viele Menschen. Bürogemeinschaften, Freundeskreise oder Gaststättenbesucher treffen Vorhersagen von Spielergebnissen im Zusammenhang mit der Fußballweltmeisterschaft. Solange sich die Wetteinsätze in einem gemäßigten Bereich bewegen, sind Spaß und Spannung garantiert. Kritisch sind sogenannte "Live"-Wetten – eine Form von Sportwetten, bei denen Geldeinsätze auf Ereignisse während des Spiels abgegeben werden, etwa welche Elf den Anstoß hat, welche Mannschaft das erste Tor schießt oder welcher Spieler als erster die gelbe Karte sieht. Live-Wetten verleiten nicht nur zu hohen Geldeinsätzen und -verlusten, sondern bergen zudem ein besonderes Suchtpotenzial. Darauf macht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aufmerksam.

Die schnelle Abfolge von Wett-Möglichkeiten und die vergleichsweise zügige Entscheidung über Gewinn oder Verlust bei Live-Wetten können für die Teilnehmenden die Gefahr erhöhen, die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Dann wird häufiger und mehr Geld eingesetzt als ursprünglich geplant. "Die Spielerinnen und Spieler sind sich oft sicher, den Spielausgang kontrollieren oder vorhersagen zu können. Dabei wird das eigene Wissen jedoch schnell überschätzt. Der Ausgang von Live-Wetten kann nicht beeinflusst werden", betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Nach der bestehenden Rechtslage können Sportwetten in Deutschland ausschließlich über staatliche Anbieter abgegeben werden, etwa über Lotto-Annahmestellen. Dies soll Suchtgefahren minimieren und den Jugend- und Spielerschutz gewährleisten. Live-Wetten sind in Deutschland verboten, werden jedoch von illegalen Sportwettanbietern vor allem im Internet angeboten.

Weitere Informationen:
www.bzga.de