Müttergenesungswerk wird 60!


Die Gesundheit und die Gesunderhaltung der Mütter in Deutschland zu stärken ist das Ziel der Stiftung heute genauso wie zur Zeit der Gründung. Elly Heuss-Knapp, die Gattin des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss, gründete das Werk am 31. Januar 1950 als Zusammenschluss der großen Wohlfahrtsverbände Deutschlands.

"Die Welt eines Kindes ist fröhlicher, wenn die Mutter gesund ist", betont sich Eva Luise Köhler, Schirmherrin des MGW. "Mit der Gesundheit der Mütter wird die ganze Familie gestärkt. Denn noch immer tragen vorwiegend die Mütter die Hauptverantwortung für das Familienleben. Belastungen, die daraus entstehen, können krank machen. Dann sind die hochmodernen Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Mutter-Kind eine hervorragende Hilfe."

Die Vorsitzende des Kuratoriums Marlene Rupprecht, MdB, unterstreicht: "Unser großes Netzwerk ist seit 60 Jahren erfolgreich tätig – denn es ist einmalig in Struktur, Inhalt und Qualität. Praktisch geht es in unserer Arbeit darum die Gesundheit der Mütter zu stärken und dafür alle Möglichkeiten der Wohlfahrtsverbände zu nutzen. Der politische Aspekt ist, die Rahmenbedingungen für die Gesunderhaltung der Mütter in Deutschland zu schaffen bzw. zu erhalten."

In ihrer Gründungsrede formulierte die ihr Leben lang sozialpolitische engagierte Elly Heuss-Knapp: "Wissen wir noch, was das ist, eine Familie?. – Es liegt an den Müttern, die die Seele der Familie sind. Aber wer fragt danach, wie die Mütter es noch schaffen? Das Müttergenesungswerk fragt nach ihnen." Nur wenige Monate vorher hatte sie beim Bayerischen Mütterdienst in Stein bei Nürnberg von der Not vieler Mütter im Nachkriegsdeutschland erfahren und sofort gehandelt: In der Stiftung sind Arbeiterwohlfahrt, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Deutsches Rotes Kreuz, Evangelischer Fachverband für Frauengesundheit e.V. und Katholische Arbeitsgemein-schaft für Müttergenesung zusammengeschlossen. Zum Verbund gehören heute rund 1.400 Beratungsstellen bei den Wohlfahrtsverbänden und 84 anerkannte Einrichtungen.

Das MGW war seit jeher verbunden mit den Spendensammlungen rund um den Muttertag. Und auch heute noch werden die Spendengelder genutzt, um den Frauen bei der Finanzierung der Kurmaßnahmen zu helfen, die sie ansonsten nicht antreten könnten, um qualifizierte Nachsorge und Informations- und Aufklärungsarbeit anzubieten. SpenderInnen mit kleinen blauen oder bunten Blumen zu beschenken ist eine inzwischen fast 60jährige Tradition.

Rund 4 Millionen Mütter und Kinder sind in 6 Jahrzehnten Müttergenesungswerk zu mehr Gesundheit und Lebensfreude gelangt. Mehr als 2 Millionen Mütter sind heute kurbedürftig. Hier liegt die Zukunft des MGW und die fängt jetzt an. Alle Informationen zum Müttergenesungswerk, die Online-Beratungsstellensuche, einen Detailüberblick über alle anerkannten Einrichtungen des MGW und Jubiläumsinformationen finden Sie im Internet. Spenden werden erbeten auf das Konto:
Spendenkonto: 885 55 04, Bank für Sozialwirtschaft München, BLZ 700 205 00.

Weitere Informationen:
www.muettergenesungswerk.de

(Der Link wurde am 31.01.2010 getestet.)