Caritasverband München: Pizza fürs Selbstbewusstsein


Wiltrud Wystrychowski, der Leiterin des Psychologischen Diensts für Ausländer bei der Caritas Müchen, hatte die Idee dazu. "Wir wollen helfen, ausländische Kinder fit für die Schule zu machen." So gehe es bei den zehnwöchigen Kursen weniger um sprachliche Hilfe – die teilnehmenden Kinder sprechen im allgemeinen gut Deutsch – als um soziale Integration. "Beraterinnen erklären den Kindern das deutsche Schulsystem und die Unterschiede zu den Schul- und Erziehungssystemen in Deutschland und in ihren Heimatländern." Das Angebot richtet sich an sechs- bis zehnjährige Grundschulkinder. Die Themen sind ganz unterschiedlich. "Viele Kinder wollen selbstbewusster werden und sicherer im Umgang mit anderen Kindern." Mehr Selbstsicherheit bedeutete bessere Integration und die Chance, sich im deutschen Schulklassen zu behaupten. "Andere Kinder müssen lernen, Grenzen zu akzeptieren und Regeln einzuhalten. Insgesamt soll das soziale Miteinander verbessert werden."

Das Angebot "Fit für die Schule" wird in der Caritasberatungsstelle bekannt gemacht, in Schulen und durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Eltern werden informiert und motiviert, ihr Kind zu unterstützen. Als Beraterinnen wird Fachpersonal eingesetzt, das aus den jeweiligen Ländern stammt.

Relativ große Schwierigkeiten in deutschen Schulen haben italienische Kinder. Auch Kinder aus Lateinamerika seien häufig benachteiligt. Generell richtet sich das Angebot an alle Kinder aus Migrantenfamilien.

Bei der "Pizza sociale"-Aktion spenden die Pizzerien pro verkaufte Pizza einen Euro für das Projekt "Fit für die Schule". Insgesamt summierten sich bereits runde 8500 Euro. Beteiligt hat sich u.a. das Lokal "Bei Mario", das bekannt ist für seine Holzofenpizza.
Doris Losch

Weitere Informationen:
www.caritas-muenchen-innenstadt.de

(Der Link wurde am 16.02.2009 getestet.)