VerbraucherService Bayern zeigt Flagge gegen „unseriöse Gewinnmitteilungen“


Mit seiner Aktion "Gewinnmitteilung" hatte der VSB die Verbraucherinnen und Verbraucher aufgerufen, an sie gerichtete Gewinnmitteilungen zu sammeln und in den Beratungsstellen abzugeben. Das Ergebnis: Über 2000 "Sie haben gewonnen Briefe" sowie eine Liste mit 3000 Unterschriften gegen Gewinnmitteilungs-Spams waren beim VSB eingegangen. Diese Unterlagen übergab Ute Mowitz-Rudolph, Geschäftsführerin des VerbraucherService Bayern im Katholischen Deutschen Frauenbund e.V. (VSB), nun der bayerischen Verbraucherschutzministerin Beate Merk.

Verbraucherschutzministerin Beate Merk stellte in diesem Zusammenhang ihr Konzept vor, mit dem sie diesen unseriösen und teilweise auch kriminellen Geschäftspraktiken begegnen will: "Ich setze – wie auch bei anderen "Abzockthemen" – auf drei Säulen: Breite Information und Aufklärung, konkrete Beratung durch die Bayerischen Verbraucherverbände und gezielte Verfolgung unseriöser Firmen."

Hellhörig sollten Verbraucherinnen und Verbraucher werden –so Frau Merk, wenn kein Absender oder lediglich eine Postfachadresse auf der Mitteilung zu finden ist. Äußerste Vorsicht seit auch geboten, wenn der Text der Mitteilung – wie meistens – nicht eindeutig formuliert ist und es viel Kleingedrucktes gibt.

Ein weiterer Tipp: Eine klar formulierte Gewinnmitteilung begründet einen Anspruch auf Auszahlung des Gewinns! Durchgesetzt werden kann er allerdings nur, wenn auf dem Schreiben eine ladungsfähige Adresse angeben ist. Dann kann der Empfänger seinen Gewinnanspruch vor den Zivilgerichten einklagen. "Leider machen es unvollständige oder fehlende Adressen, Briefkastenfirmen im Ausland oder die ausschließliche Angabe von teuren Rückrufnummern fast unmöglich, die Gewinne einzufordern", kritisierte Ute Mowitz-Rudolph.

Weitere Informationen:
www.verbraucherservice-bayern.de
www.justiz.bayern.de

Bildtext (v.l.): Beate Merk und Ute Mowitz-Rudolph.

(Die Links wurden am 16.02.2009 getestet.)