Aktion piT bittet um Spenden für Transport nach Togo


Frau Kopp schreibt: Liebe Pateneltern und Togofreunde,
ich hatte Ihnen versprochen, Ihnen nach und nach von unserer Togoreise zu erzählen. Lassen Sie mich heute mit einem Projektbereich anfangen, der uns in den nördlichsten Teil Togos in die Diözese Dapaong geführt hat. Trotz größter Hitze – bis 45° im Schatten, eine Schülerin erlitt sogar beim Besuch bei Bischof Jacques Anyilunda einen Kreislaufkollaps – besuchten wir die Dörfer, die von den Überschwemmungen im vergangenen Jahr besonders hart betroffen waren.

Über 20.000 Hütten waren zerstört worden, entsprechend hoch ist die Zahl der Obdachlosen. Dank Ihren Spenden und der Unterstützung durch das Hilfswerk der Bayerischen Apotheker konnten wir damals schnelle Soforthilfe leisten. Die Aktion PiT zählt zu den größten Geldgebern, die die sofortige Verteilung von Lebensmitteln und die Beschaffung lebensrettender Medikamente ermöglicht haben. Mit Tanz und Gesang dankten uns vor allem viele Jugendliche im Jugendzentrum der Diözese Dapaong.

Für den Wiederaufbau zahlreicher Lehmhütten hatten viele von Ihnen Geld zur Verfügung gestellt. Beim Besuch eines auf diese Weise neu erstandenen Dorfes stellte ich zu meiner Überraschung fest, wie kühl es in den strohgedeckten Rundhüten trotz der unbarmherzig sengenden Sonne bleibt. Im Schatten eines Mangobaumes durften wir uns mit den Bauernfamilien zusammen setzen. Mit einfachen, aber berührenden Worten dankten auch sie für die Hilfe beim Wiederaufbau menschenwürdiger Behausungen. Da die Familien kaum noch über Vorräte verfügen und auch meist alle Haustiere verloren haben, schenkten sie uns einen Korb Zwiebeln zum Dank, angesichts der Versorgungslage ein absolut wertvolles Geschenk.

Bei aller Wertschätzung, die uns Bischof Anyilunda für unsere Hilfe zum Ausdruck brachte, konnte er dennoch auch seine große Sorge für die weitere Zukunft der Menschen nicht verbergen. Die Felder als wichtigste Versorgungs- und Lebensgrundlage waren durch die Überschwemmungen zerstört worden. Schon jetzt sind die Lebensmittelpreise überdurchschnittlich hoch gestiegen und für die meisten Familien nicht mehr erschwinglich. Für die Monate Mai und Juni wird mit großen Hungerproblemen gerechnet, auch Arzneimittel stehen nicht ausreichend zur Verfügung. Entspannung kann erst die nächste Regenzeit mit einer hoffentlich ergiebigen Ernte bringen.

Daher freue ich mich umso mehr, dass uns die Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks die Finanzierung eines Hilfsgütercontainers nach Togo zur Verfügung stellt. Wie Sie bereits wissen, will ich diesen dringend benötigten Transport für Togo bereits am 18. 4.verladen.

Bitte, helfen Sie mit, dass wir den Container mit den wichtigen Lebens- und Arzneimitteln füllen können. Bitte spenden Sie großzügig auf unser Spendenkonto bei der Volksbank-Raiffeisenbank FFB, Kto.Nr. 155 055, BLZ 701 633 70, Stichwort "Hungerhilfe Dapaong", damit wir die Hilfsgüter gezielt kaufen und nach Togo schicken können. Oder kennen Sie Hersteller von haltbaren Lebensmitteln, die uns solche Sachspenden zur Verfügung stellen könnten?
Im Namen der betroffenen Menschen im Norden Togos danke ich Ihnen schon jetzt für all Ihre Unterstützung.

Weitere Informationen:
www.aktionpit.de

(Der Link wurde am 07.04.2008 getestet.)