Willkommen Anemonenglück!


Das Licht! Statt der gleißenden Helle und stickigen Hitze der letzten Wochen schmilzt goldfarben und sanft ein milder Spätsommertag in die Dämmerung. Frische Winde melden sich zaghaft und bereiten leise auf den Herbst vor. Der Gedanke taucht auf, sich wieder einmal ein Buch zu kaufen, um sich damit am Wochenende unter weichen Sonnenstrahlen in den Garten zurückzuziehen. Hier warten auch süße Früchte darauf, geerntet zu werden und opulente Spätsommerschönheiten trumpfen mit leuchtenden Farben auf. Wer will da von einem Abschied des Sommers sprechen, wenn der Herbst doch solch schöne Willkommensgrüße vorausschickt? Leuchtendes Rot, sattes Gelb und samtiges Braun sind nur ein Vorgeschmack auf das kommende Farbenspiel in den Kronen der Bäume! Auch der Blick in die Staudenrabatte macht Freude: Kräftig und doch zart, mit wildem Charme und in fülliger Blüte ist die Zeit der Herbstanemonen (Anemone japonica) gekommen, die dem Herbstblues gar keine Chance lässt.

Stimmungsmache im eigenen Garten

Die Herbstanemonen bringen mit ihrer ausdauernden Blüte von September bis Oktober eine fröhliche Leichtigkeit in den Garten. Voller elfenhafter Anmut strecken sich manche Sorten bis zu einem Meter in die Höhe und die zierlichen Stiele mit den dünnen Blütenblättern wiegen sich spielerisch schon im leichtesten Windhauch. Die Herbstanemone blüht weiß, rosa oder rot und jede der großen, teilweise gefüllten Blüten umschließt eine leuchtend goldgelbe Mitte. Am besten gedeiht die eindrucksvolle Schöne an halbschattigen Standorten mit ausreichender Bewässerung, aber auch in sonnigen Beeten. Der Boden sollte durchlässig und humos sein. Durch das lockere Ausbringen von Falllaub wird ein humoser Boden geschaffen. Ein farbenfroher und geradezu ritterlicher Begleiter der Herbstanemone ist der stattliche blaue Eisenhut (Aconitum), dessen Blüten in ihrer Form an kleine Ritterhelme erinnern. Auch spätblühende Astern und Silberkerzen (Cimicifuga simplex) sind attraktive Partner.

Schöne Akzente im nachsommerlichen Garten setzen außerdem formstarke Gehölze wie der Wacholder (Juniperus) mit seinen grünen, blauen oder gelben Nadeln und die vielen Gräser, die jetzt noch einmal richtig aufdrehen. Alles, was sie dazu benötigen, ist die milde Herbstsonne und ein durchlässiger Boden ohne Staunässe. Das Lampenputzergras (Pennisetum) etwa blüht jetzt in weißgrünlichen Ähren und auch die Rutenhirse (Panicum) zeigt sich von ihrer schönsten Seite: Bald werden sich ihre noch rötlichen Spitzen in ein herbstliches Gelb verfärben. Sehr auffällige weiße Blütenbüschel trägt das Pampasgras (Cortaderia selloana) zur Schau und auch die Silberfeder (Miscanthus sinensis) ist vor allem in größeren Gärten ein wirkungsvoller Partner der Herbstanemone.

Quelle: PdM

Weitere Informationen:
www.der-garten-bewegt-mich.de

(Der Link wurde am 25.09.2007 getestet.)

Bild: Zart und zerbrechlich wirken die Herbstanemonen mit ihren dünnen Blütenblättern. Foto. PdM.