dm: Smartphone als „Mitarbeiter der Zukunft“?

München. – Es wird aufregend: Die digitale Revolution wird tausendmal dramatischer verlaufen als die industrielle Revolution. Diese Aussage des Big Data Centers, Berlin, stellt dm-drogerie markt den Perspektiven für das Geschäftsjahr 2017/2018 /jeweils 30.9.) voran.

Gemeinsam mit dem ZKM Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe, entwickelt dm langfristig Projekte, um Entwicklungen rund um die Digitalisierung zu den echten Menschen zu tragen. Wie auf zeitgleich abgehaltenen Pressekonferenzen quer durch die Republik betont wurde, wolle das Unternehmen „digitale Aspekte des Lebens thematisieren und neben einem Bewusstsein für technologische Entwicklungen auch die Vermittlung von ‚skills‘ für das 21 Jahrhundert fokussieren“.

Ein Zeugnis für das Voranschreiten der Digitalisierung ist die kontaktlose Bezahlung. Payback hat sich etabliert, seit Mai dieses Jahres können Kunden ihre Einkäufe mit verschiedenen Debit- und Kreditkarten bezahlen. Der Umsatzanteil beträgt bereits ca. 45 Prozent mit deutlich steigender Tendenz.

Bei Bewerbungen um einen dm-Job sei die Digitalisierung bereits so weit vorangeschritten, dass man überlege, ob der „Kanal der Papier-Bewerbungen“ überhaupt noch aufrecht erhalten werden soll. Video-Bewerbungen seien bereits gang und gäbe. Wer bei dm eine Ausbildung starte, habe ortsunabhängig via Laptop, Tablet oder Smartphone Zugang zu den Lerninhalten.

Das Smartphone ist also durchaus als „Mitarbeiter der Zukunft“ vorstellbar

Alle Mitarbeiter in Verkauf und Beratung sind mit eigenen Smartphones ausgestattet. Beratungsleistungen z.B. bei dekorativer und pflegender Kosmetikanwendungen bietet dm stationär und online. Es finden sich auf der Webseite und auf Youtube mehr als 100 Videos etwa mit Tipps zu Make-up oder zur Zahnreinigung. Mehr als tausend Mitarbeiterinnen haben sich Visagistik-Wissen angeeignet und können digital, aber auch in den Märkten selbst Kundinnen beraten.

Auf Instagram folgen dm über 2,6 Millionen Menschen, auf Facebook ca. 3 Millionen. Der dm-Konzern hat bis zum 30. 9. 2017 die Milliarden-Umsatzmarke geknackt, in Deutschland stieg der Umsatz von 7,5 Millionen auf 7,9 Millionen DM. Für den Konzern werden für das Geschäftsjahr 2017/2018 plus 5 Prozent erwartet, für Deutschland + 4 Prozent.

Jüngster Marktplatz ist China. Dort bietet dm auf dem von Alibaba betriebenen cross-border-Marktplatz Tmall Global rund 140 Artikel an. Mit stetig wachsender Nachfrage, wie betont wurde.

Das Sortiment umfasst in den Märkten mehr als 12.500 Artikel, im Onlineshop sind es gut 14.000.

Neu und exklusiv im Sortiment ist die Kosmetiklinie EGF Tech Science der Beauty-Queen und „TV-Löwin“ („Höhle des Löwen“) Judith Williams.

Seit kurzem unterstützt dm Glow, die größte Beauty Convention Deutschlands, als Kooperationspartner und Hauptsponsor. Auf dieser Plattform präsentieren alle Marken ihre Neuheiten und aktuelle Trends. In Verbindung von Live-Events mit Social-Media-Kanälen eröffnen Marken Händlern die Möglichkeit, mit jungen Kundengruppen in Kontakt zu treten und Neuheiten einer geneigten Zielgruppe vorzustellen.

Frauen sind die größte Kundengruppe bei dm. Die neunköpfige Geschäftsführung dagegen ist nach wie vor stramm patriarchalisch aufgestellt. Und auch der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist selbstverständlich ein Mann.
Autorin: Doris Losch

Weitere Informationen:
www.dm.de

Titelbild: Das Ergebnis für dm-drogerie markt fiel bei der Verbraucherumfrage „Kundenmonitor Deutschland“ in diesem Jahr besonders gut aus. Foto: ©dm