Galerie Handwerk München: „Die Suppenküche“ – Heiße Leidenschaft

München. – Im Herbst und Winter machen Suppen einfach glücklich. Was braucht man dazu? Natürlich: handwerklich hergestellte Töpfe, Terrinen, Teller, Schüsseln aus Keramik und Porzellan, Schöpfkellen, Löffel aus Holz, Gewürzschälchen aus Silber, Schürzen, Topflappen aus edlen Stoffen …

Genau diese Dinge zeigt die aktuelle Verkaufsausstellung „Die Suppenküche“ in der Galerie Handwerk. Eine traditionelle Kürbis- oder Nudelsuppe genau wie das modische Miso- und Molekular-Süppchen erhalten gleich Sterneniveau, wenn sie in edlem handgearbeitetem Geschirr, begleitet von individuell gearbeiteten Löffeln und Terrinen serviert werden.

Judith Radl setzt alle Zutaten für „Soto Ayam“ in Szene (das Suppenhuhn kann sich ja jeder dazu vorstellen) und präsentiert ihr elegantes Geschirr in einem Bild. Foto: ©Judith Radl
Geht es edler? Salz- und Pfefferstreuer-Ensemble von Adelheid Helm. Foto: ©Adelheid Helm

Formen und Farben der bayerischen Tradition hält z.B. die niederbayerische Keramikerin Monika Drescher mit ihren Tellern und Terrinen hoch.

Farbenfroh und so richtig küchen-gemütlich sind die Topflappen von Orike Muth, Hannover, Gestalterin exklusiver Textilien für Raum und Wand. Der schöne alte Spruch „Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen“ findet sich sowohl auf einem ihrer Topflappen als auch auf einem Werk der Münchner Grafikerin Annette Vogel, das sich in jeder Küche ausgezeichnet macht.

An diesen Teilen wird man sich nie absehen und selbst der Suppenkaspar wäre wohl bei diesem Anblick schwach geworden: Seladon-glaciertes Geschirr von Regine Hohmann. Foto: © Andreas Kloker
Annette Vogel appelliert: Eat more greens! Foto: ©Annette Vogel

Weitere Höhepunkte der Ausstellung sind u.a. der verspielte „Spoon Tree“, eine freie künstlerische Interpretation mit Suppenlöffeln und Figuren der Britin Edwina Bridgeman, ein Henkelmann-Ensemble der österreichischen Firma Riess Premium Emaille, die aus original afrikanischen Stoffen geschneiderten Schürzen des Münchner Modelabels Noh Nee und die edlen Salz- und Pfefferstreuer der ebenfalls in München ansässigen Goldschmiedemeisterin Adelheid Helm, gearbeitet aus Flaschenhälsen und silbernen zierlichen Aufsätzen.

Überzeugend pur und klar: Service von Susan Heise. Foto: ©Susan Heise

 

Wer beim Anblick der vorbildlich gedeckten Galerie-Tische Appetit bekommt, kann sich gleich das passendes Rezept aussuchen – Lieblingsrezepte der Besucher liegen zum Mitnehmen auf. Und wer will, kann noch Familienrezepte einliefern!
Autorin: Doris Losch

Die Galerie Handwerk zeigt die Ausstellung „Suppenküche“  noch bis 18. November 2017.

Weitere Informationen:
www.hwk-muenchen.de/galerie

Titelbild: Orike Muths Topflappen sorgen dafür, dass sich niemand beim Suppenkochen die Finger verbrennt. Foto: ©Orike Muth