Besser schlafen in den Wechseljahren Gute Nacht – mit Hormonen

Schlaf ist ein kostbares Gut. Das merken Frauen spätestens dann, wenn sie in den Wechseljahren durch nächtliche Grübelattacken, Hitzewallungen und Schweißausbrüche vom Schlafen abgehalten werden und morgens wie gerädert aufwachen. Doch eine erholsame Nachtruhe ist auch im Klimakterium möglich. Bei Frauen, die wegen starker Wechseljahresbeschwerden vom Arzt eine Hormontherapie verordnet bekommen, kann sich auch der Schlaf wieder bessern.

Lese-Sonntag: Szenario eins: Kaum liegt man abends im Bett, beginnt das Gedankenkarussell zu kreisen. Plötzlich tauchen aus dem Nichts sorgenvolle Gedanken auf – an Schlaf ist stundenlang nicht zu denken. Szenario zwei: Man liegt im Bett, plötzlich schießt der Adrenalinspiegel in die Höhe, das Herz rast, der Atem wird hektisch, man beginnt zu transpirieren. Innerhalb weniger Minuten ist das Nachthemd durchschwitzt, das Bett feucht und der Spuk auch schon vorüber. Übrig bleibt nur heftiges Frösteln und ein kompletter Wäschewechsel.

Schlechter Schlaf – ein Gesundheitsrisiko
Doch nicht nur Hitzewallungen verursachen Schlafstörungen – auch beispielsweise starke Belastungen wie der Spagat zwischen Familie und Beruf lassen Frauen schlecht schlafen. Geht es tagsüber drunter und drüber, verfolgt sie das oft bis in die Nacht hinein. Nächtliche Hitzewallungen kosten betroffene Frauen aber nicht nur Kraft, sie begünstigen nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und Depressionen steigt. Und weil sich das Immunsystem nur im Tiefschlaf regenerieren kann, macht Schlafmangel die Betroffenen schließlich auch anfälliger für Infekte wie Erkältungskrankheiten.

Gesunder Schlaf ist wichtig für gesunde Gefäße, Leistungskraft und ein intaktes Immunsystem – nur in den Wechseljahren. Quelle: djd/Gynokadin/th

 

Tipps für guten Schlaf

Sorgenvolle Gedanken „parken“. Negative Gedanken sollte man nicht mit ins Bett nehmen. Stattdessen etwa zehn Minuten vor dem Schlafengehen auf einem „Sorgenstuhl“ Platz nehmen, nachdenken und Belastendes bis zum nächsten Tag dort lassen.

Zimmertemperatur auf kühle 18 bis 19 Grad reduzieren.

Das Licht schon vor dem Schlafengehen dimmen. Denn die Produktion des Schlafhormons Melatonin beginnt schon etwa zwei Stunden vor dem Zubettgehen.

Blickdichte Vorhänge aufhängen. Notfalls eine Schlafbrille verwenden.

Elektronische Störenfriede verbannen. Die blauen Lichtwellen von TV, PC, Tablet und Handy hemmen die Produktion des Schlafhormons Melatonin!

Ab 14 Uhr kein Coffein mehr. Das Alkaloid ist bis zu acht Stunden aktiv. Deshalb ab dem frühen Nachmittag auf Kaffee, Tee und Cola verzichten.

Ätherische Öle wie Melisse, Fichtennadel oder Ylang Ylang als Raumspray oder Duftkissen verwenden. Sie können den Puls verlangsamen, den Blutdruck senken und beruhigend auf das vegetative Nervensystem wirken.

Hormontherapie verbessert auch den Schlaf

Geht es um Wechseljahresbeschwerden und Schlafstörungen, ist der Frauenarzt der richtige Ansprechpartner. Er kann bei starken Beschwerden eine Therapie zum Hormonausgleich verordnen. Viele Frauen, die sich wegen starker Hitzewallungen einer Hormontherapie unterziehen, profitieren von dieser auch hinsichtlich ihres Schlafs. Der Körper bekommt dabei die Hormone, die er selbst nicht mehr produzieren kann. Viele Frauenärzte raten zu einer individuell angepassten Hormonersatztherapie mit niedrig dosiertem Östradiol als Gelform zur Anwendung über die Haut (wie Gynokadin® Dosiergel). Zum Schutz der Gebärmutter erhalten Frauen zusätzlich natürliches Progesteron in Form von Weichkapseln (wie Utrogest®). Abends eingenommen, entfaltet Progesteron einen schlafanstoßenden Effekt.
(Quelle: Dr. Kade/BESINS Pharma, Berlin)


Weitere Informationen:
www.hormontherapie-wechseljahre.de


Titelbild: Feste Abendrituale wie Musik hören fördern das Einschlafen. Auch Progesteron hat einen schlafanstoßenden Effekt. Quelle: djd/Gynokadin/thx