Aktiv-Heft: „Frauen im Alter – ihre Situation heute und morgen“


Die Chancengleichheitsbeauftragte der Landesregierung von Baden-Württemberg, Sozialministerin Dr. Monika Stolz: „Die Lebenssituation von Frauen im Alter unterscheidet sich erheblich von der der Männer.“

Weiterhin betont die Ministerin: „Im statistischen Durchschnitt gewinnen wir jährlich zwei kostbare Monate an Lebenszeit hinzu. Im Laufe unseres Lebens summiert sich das zu einem erheblichen Zugewinn. Die verlängerte Lebensperspektive ist ein Geschenk: eine komplett neue Lebensphase zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr.“

Das neueste Aktiv-Heft zeigt an Beispielen, wie es gelingen kann – eigenverantwortlich und selbstbewusst – möglichst lange ein eigenständiges und erfülltes Leben zu führen. Voraussetzung dafür ist die körperliche Fitness, die durch ein gezieltes Training für Muskelaufbau und -erhalt erreicht werden kann. Geistige Beweglichkeit und soziale Kontakte leisten zudem einen wesentlichen Beitrag für eine gute Lebensqualität im Alter.

In der öffentlichen Diskussion werden überwiegend negative Aspekte der gesellschaftlichen Alterung diskutiert: die Krise der Alterssicherungssysteme, die Vergreisung der Gesellschaft, der Generationenkonflikt. Die individuellen und gesellschaftlichen Chancen, die die dazu gewonnenen Lebensjahre bieten, kommen dabei häufig zu kurz.

Der verlängerte Lebenshorizont verändert das Leben. Die Lebensphase, in der man sich früher auf den Ruhestand vorbereitete, wird heute zunehmend zur Phase der Neuorientierung. Man sieht Menschen immer weniger ihr Alter an. Wir haben kein objektives, sondern ein subjektiv veränderbares Alter, das von psychischer und körperlicher Vitalität bestimmt und beeinflusst wird. Das Alter hängt damit nicht nur vom körperlichen Gesundheitszustand ab, sondern beispielsweise auch von der Bereitschaft, Neues zu lernen, der Möglichkeit, Erfahrungen weiterzugeben oder sinnstiftende Tätigkeiten zu übernehmen.

Die Lebenssituation von Frauen im Alter unterscheidet sich wesentlich von der der Männer. Die Wahrscheinlichkeit, im Alter alleine zu leben, ist für Frauen höher, denn sie haben nicht nur eine statistisch höhere Lebenserwartung als Männer, sondern auch durch den immer noch üblichen Altersunterschied bei der Verheiratung ein höheres Risiko der Verwitwung. Frauen ab 65 Jahren sind eine wichtige Gruppe, die Kulturangebote wahrnimmt, stark im Ehrenamt vertreten ist, neue Wohnformen erprobt oder interessiert an Bildungsangeboten ist. Zudem engagieren sie sich nach wie vor familiär, beispielsweise in der Betreuung von Enkelkindern und der Pflege der Elterngeneration.

Quelle: Ministerium für Arbeit und Soziales

Weitere Informationen: www.frauen-aktiv.de

(Der Link wurde am 13.07.2007 getestet.)