Museum Sinclair Haus präsentiert „Die zweite Haut“

 

Die Ausstellung im Museum Sinclair-Haus untersucht und verbildlicht auf vielfältige Weise, was es bedeuten kann, sich eine fremde, „Zweite Haut“ überzustreifen – um sich damit von der Natur abzugrenzen und sich gleichermaßen mit ihr zu verbinden. Obwohl Kleidung eine künstlich geschaffene Hülle des Menschen ist, so wird sie doch als gleichsam zugehöriger Bestandteil des Körpers wahrgenommen. Sie ist als ständiger Begleiter des Menschen zu einem Symbol desselben geworden. Der physisch präsente Körper drückt seine einzigartige Form und Gestalt in der Kleidung ab – ist er abwesend, bleibt sie gleich einem Negativ zurück als Spur und Beweis seiner ehemaligen Präsenz.

 

Bildunterschrift (o.): Riitta Päiväläinen, White Dress, 2000. Foto: © Riitta Päiväläinen, Courtesy Taik Persons Gallery

Aber unsere Hüllen – sowohl die Haut als auch die Kleidung – können auch trügerisch sein: An diese „Deckmäntel“ erinnern auch verzauberte Figuren aus alten Märchen von den Gebrüdern Grimm wie der Froschkönig oder der in einen Bären verwandelte Prinz aus Schneeweißchen und Rosenrot. Unsere Oberfläche kann letztlich etwas ganz Anderes verbergen als das, was sie suggeriert. Dieses Wechselspiel zwischen Schein und Sein, das mit Haut und Kleidung gespielt wird, greifen auch die Künstlerinnen und Künstler in ihren Werken auf.
(Quelle: Museum Sinclair Haus)

Am Mittwoch, 25. Januar um 19:00 findet das Künstlergespräch "Die Zweite Haut III" Bettina Zachow im Gespräch mit Daniella Baumeister, hr2-kultur im Museum Sinclair Haus in Bad Homburg vor der Höhe statt. Eintritt frei. Anmeldungen über :T +49 (0) 6172 404-120, info@altana-kulturstiftung.de.

 

 

Bildunterschrift (r.): Deborah Sengl, Killed to Be Dressed, 2010. Foto: © Deborah Sengl, Private Leihgabe

 

Weitere Informationen:
www.museum-sinclair-haus.de

Titelbild: Karoline Hjorth und Riitta Ikonen, Eyes as Big as Plates # Agnes II (Norway 2011), 2011. Foto: © Karoline Hjorth und Riitta Ikonen