Galerie Handwerk München: Glass Now!

 

 

 

 

Dr. Angela Böck von der Handwerkskammer München und Oberbayern, Abteilung Messen und Ausstellung kommentiert: „Wir wollen frische, neue Ansätze zeigen, unkonventionelle Ideen und den ganzen Facettenreichtum der Veredelungstechniken vorstellen.“

 

Bildunterschrift: Wird das Triptyhon „Gelbes Rauschen“ von Henriette Olbert-Weinfurter aus Deutschland geöffnet, ertönt ein leises Bienensummen. Leihgabe der Alexander Tutsek-Stiftung, München, Foto: Galerie Handwerk

31 Glasgestalter aus 14 Ländern präsentieren ihre Arbeiten in den Bereichen Gefäß, Objekt und Installation.

Außerdem sind Leihgaben der Kunstsammlungen der Veste Coburg zu sehen und Leihgaben der Alexander Tutsek-Stiftung München.

Aus der Alexander Tutsek-Stiftung stammt z.B. das Objekt „Chanel“, ein (unverkäufliches) Objekt aus Glasperlen, Sicherheitsnadeln und Draht, digital fotografiert auf Alu-Dibont. Die japanische Künstlerin Shige Fujishiro ist außerdem mit „Rewe“ und „Hermes“ vertreten, die beide nach der selben Technik wie „Chanel“ entstanden sind (und erfreulicherweise verkäuflich sind).

 

 

Bildunterschrift (l.u.r.): Einkaufstüten „in Edel“ statt in Plastik: Shige Fujishiros gläserne Kunstwerke „Hermes“ und „Rewe“. Foto: Galerie Handwerk

Verspielt und zart geben sich die Werke der israelischen Künstlerin Dafna Kaffeman, vor allem „Although I Loved a Girl“, eine Assemblage aus Lampenglas und besticktem Kissen, zieht in seinen Bann.

 

 

 

Bildunterschrift (l.): „Mantis Religiosa“ (Gottesanbeterin“  hat die israelische Künstlerin Dafna Kaffeman diese verspielte Arbeit genannt, „Mantis religiosa 02 also i loved a girl“. Foto: Erich Tschernow

Erstaunliche neue Blickwinkel auf Glas eröffnen die Objekte der Französin Pauline Bétin, die mit Pâte-de-verre, Wachsausschmelzverfahren, arbeitet. Die Farbskala reicht von violett/grün über rot, weiß bis zu grau.

Das teuerste (32.000 Euro) und aufsehenerregendste Exponat ist „Baltasar“ Carlos“eine Installation aus Glas auf Metallrahmen, das ein Gemälde von Diego Velázquez (Museo del Prado, Madrid) nachempfindet. Allein das intensive Grün beeindruckt in seiner Schönheit. Geschaffen hat dieses Kunstwerk die polnische Künstlerin Marta Klonowska.

 

Bildunterschrift (o.): Eines der beeindruckendsten Ausstellungsstücke und zugleich das teuerste: Marta Klonowska Installation „Baltasar Carlos“ nach einem Gemälde von Velazquez. Foto: Eric Tschernow

Verspielt und tiefgründig ist Henriette Olbert-Weinfurters „Gelbes Rauschen“. Ein Triptychon aus Glasscheiben in Schichten, Siebdruck und Holzrahmen. Öffnet sich das Triptychon, ist ein leises, aber intensives Bienensummen zu hören. Unverkäuflich, da eine Leihgabe der Tutsek-Stiftung.

Zu erwähnen sind u.a. – tatsächlich sind sämtliche Exponate erwähnenswert, können aber aus Platzgründen nicht lückenlos aufgeführt werden – sind die hübschen geschliffenen Gläser der Glasfachschule Kramsach.

 

 

 

 

 

 

 

Bildunterschrift (o.): Unverkennbar ein anmutiger schwarzer Schwan: „Black Swan“ aus ofengeformtem Glas, geschliffen, poliert und sandgestrahlt, von Karin Morch aus Dänemark. Foto: Ole Akhoj

Bildunterschrift (o.r.): „Polline di Rosa“ heißt dieses frei geblasene Objekt der Japanerin Ritsue Mishima. Foto: Galerie Handwerk 

Galerie Handwerk München: „Glass Now!“, 12. Oktober bis 19. November 2016, Max-Joseph-Straße 4, München.
Autorin: Doris Losch

Weitere Informationen:
www.hwk-muenchen.de/galerie

Titelbild: „Vestige“ (Rest) heißt dieses im Pâte-de-verre/Wachsausschmelzverfahren gearbeitete Objekt der Französin Pauline Bétin. Foto: Galerie Handwerk