GRASSI Museum Leipzig zeigt „Art déco: Elegant, kostbar, sinnlich“

 

 

 

 

Gezeigt werden Vasen, Gefäße, Uhren, Leuchten und Bestecke aus den Jahren 1910 bis 1935, wobei das Schwergewicht auf Objekten aus den 1920er Jahren liegt. Die Pfeilerhalle als Ausstellungsraum stellt in architektonischer Hinsicht ein Beispiel des Art déco par excellence dar. Der nach seinen raumhohen Dreikantpfeilern bezeichnete Saal in rot-blau-goldener-Farbpracht demonstriert Raumgestaltungskunst des deutschen Art déco und sucht europaweit seinesgleichen. Hier findet sich der in vielen architektonischen Details am Museumsgebäude unverkennbare expressive Zackenstil wieder.

 

Bildunterschrift (o.): Tee- und Kaffeeservice aus dem Besitz des Leipziger Architekten Otto Droge Ausführung: Silberwarenfabrik Koch & Bergfeld, Bremen, um 1922/1925 Silber, teilweise mit Innenvergoldung, Elfenbein Foto: Christoph Sandig, Leipzig

 

Die Ausstellung „Art déco: Elegant, kostbar, sinnlich“ unterteilt sich in Arbeiten des deutschen und internationalen Art déco. Luxusporzellane aus Meissen stehen neben expressiven Silberservices aus dem Besitz des Leipziger Architekten Otto Droge oder starkfarbigen Gläsern und Metallarbeiten der Firma WMF. Während die österreichischen Arbeiten eher gefällig und kapriziös erscheinen, zeichnen sich die niederländischen Stücke durch eine gewisse Modernität aus. Glasarbeiten von Andries Dirk Copier/ Leerdam stehen neben Glas-, Silber- und Porzellanarbeiten dänischer Künstler. Die tschechische Glasfachschule Steinschönau ist mit Emailfarbdekoren vertreten, von Camille Fauré werden Vasen mit geometrischem Emaildekor präsentiert.

 

Weitere Informationen:
www.grassimuseum.de

 

Titelbild: Kugelvase Tschechoslowakei, wohl um 1930 Glas, formgeblasen und mit dem Model bearbeitet Foto: Esther Hoyer