Museum Sinclair-Haus: Sommer Nacht Traum Frauen – Landschaften

In der Ausstellung „Sommer Nacht Traum“ betritt die weibliche Figur als Hauptdarstellerin den Bühnenraum des Museums Sinclair-Haus. Zu sehen sind Werke aus der Sammlung von Maria Lucia und Ingo Klöcker, die seit vielen Jahren das Motiv „Frau“ in der Kunst der Nachkriegszeit bis hin zur Gegenwart in ihren Fokus genommen haben.

Damit konzentrieren sie sich auf ein klassisches Sujet in der Kunstgeschichte. Die ausgesprochen individuelle, allein von persönlichen Vorlieben geprägte Zusammenstellung der Werke, vereint dabei sehr unterschiedliche und teils überraschende Positionen. Von Kiki Smith bis Erich Kissing, von Alex Katz bis Barbara Klemm, von Thomas Schütte bis Michael Triegel, von Cornelia Schleime bis Katharina Sieverding, von Katsura Funakoshi bis Stefan Balkenhol reicht das heterogene Panorama dieser einmaligen Sammlung.

Bildtext (o.): Barbara Klemm, Madonna, Haute Couture, Paris, 1993 © Barbara Klemm

Eine ausgesprochen prägnante und überraschende Wegmarke in dieser weiten Landschaft bildet auch die Werkgruppe der immer noch umstrittenen „Ost-Kunst“ mit Arbeiten u.a. von Werner und Angelika Tübke oder Wolfgang Mattheuer. Nach einer ersten Präsentation 2013 im Lehmbruck Museum in Duisburg können wir nun einen umfassenden und repräsentativen Ausschnitt dieser Sammlung im Museum Sinclair-Haus zeigen.

Diese außergewöhnliche Werk-Zusammenstellung wird zudem mit ausgewählten Werken der ALTANA Kunstsammlung „Natur in der zeitgenössischen Kunst“ kombiniert. Einige Künstler, wie etwa Alex Katz, Kiki Smith oder Franz Gertsch sind in beiden Sammlungen vertreten und werden in dieser Ausstellung zusammengeführt. Durch die spielerische Ergänzung mit Werken unserer Natur-Sammlung werden zudem die Frauenbilder zu Landschaften und Naturmotiven in Beziehung gesetzt und vereinen sich, frei nach William Shakespeare zu einem vielstimmigen „Sommernachtstraum“.
(Quelle: Museum Sinclair-Haus)

Weitere Informationen:
www.altana-kulturstiftung.de

Titelbild: Paloma Varga Weisz, Birth, 2014, Marie-Jo Lafontaine, Lost Paradise, 2002 (Ausschnitt) © Paloma Varga Weisz; Marie-Jo Lafontaine: VG-Bildkunst, Bonn 2015. Fotonachweis: Michael Habes, Frankfurt/M.