Hetjens-Museum Düsseldorf zeigt „Pink Porcelain – Porzellanmalerei von Rosa bis Purpur“

Die Exponate setzen sich aus der eigenen Sammlung und aus Leihgaben namhafter Museen zusammen. Die goldhaltigen Purpurfarben zählen zu den anspruchsvollsten und teuersten Farben der Porzellanmalerei. Über die beliebte Blumenmalerei hinaus sind diese Farben die Grundlage zahlreicher Dekore. Bereits die ersten europäischen Porzellankünstler wie der berühmte Meissener Maler Johann Gregorius Höroldt experimentierten mit der Herstellung der Purpur-Farbe. In der französischen Manufaktur Sèvres wird ein besonders delikater rosa Fond 1757 nach der prachtliebenden königlichen Mätresse Jeanne-Antoinette Marquise de Pompadour gar „Rose Pompadour“ benannt. Eine eingedeckte Tafel mit einem rosa Sèvres-Service aus der Zeit Kaiser Napoleons III. bildet den glanzvollen Mittelpunkt der Ausstellung.
 

Bildtext: Indische Tänzerin „Vasantasena“ Entwurf Hugo Meisel, 1918, Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst, Hetjens-Museum, Düsseldorf. Foto: Horst Kolberg, Düsseldorf

 

Neben aufwendig dekorierten Servicen werden auch meisterhaft staffierte Figuren und kunstvoll bemalte Vasen präsentiert. Zu den Exponaten zählen Objekte aus der eigenen Sammlung, die zum Teil erstmalig gezeigt werden, sowie Leihgaben namhafter Museen. Es werden die großen europäischen Manufakturen Meissen, KPM Berlin, Nymphenburg und Sèvres mit Werken ihrer besten Künstler wie Höroldt, Kaendler und Bustelli vertreten sein. Zeitlich umfassen die Exponate drei Jahrhunderte von den Anfängen der Meissener Aufglasurmalerei (um 1730) bis zu Plastiken des Art Déco.

Anhand ausgewählter Exponate zeigt die Ausstellung die verschiedenartige Verwendung der Farbtöne von Rosa bis Purpur und richtet das Augenmerk auf die große künstlerische Könnerschaft der Maler und auf die chemisch-technischen Herausforderungen, die sich den frühen Manufakturen stellten.

Für die Mischfarbe aus einem bläulichen Rot und Weiß gibt es in ihren unterschiedlichen Nuancen verschiedene Bezeichnungen: Rosa, Pink, Fuchsia, Magenta und Purpur. In der Porzellankunst werden diese Farbtöne als Purpur, lichter Purpur und dunkler Purpur bezeichnet. Die goldhaltigen Purpurfarben zählen zu den anspruchsvollsten und teuersten Farben der Porzellanmalerei.

 

Bildtext: Zwei Möpse
Modell Johann Joachim Kaendler
Meissen, 1741-1747,
Sammlung Enrst Schneider, Düsseldorf
Foto: Wilko Beckmann

 

 

 

Die Ausstellungseröffnung findet am 18. März 2015 um 18.00 Uhr statt. „Pink Porcelain – Porzellanmalerei von Rosa bis Purpur“ kann vom 19. März bis 14. Juni 2015 besichtigt werden.

Weitere Informationen:
www.duesseldorf.de/hetjens

Titelbild: Schokoladenservice für eine Person (Solitaire),Blumen Nicolas Sisson (I), Gold Henry-François Vincent (II), Sèvres 1781 (Jahresmarke DD), Hetjens-Museum