„Hotel Kerberos“ in KIT – Kunst im Tunnel


KIT, das Kürzel steht für Kunst im Tunnel, entstand aus einem ehemaligen Restraum, der zwischen Tunnelröhren für den Autoverkehr liegt.

Gertrud Peters, Projektleiterin KIT “ Kunst im Tunnel, führte in die von ihr kuratierte Ausstellung ein. „Mit ´Hotel Kerberos´ wird der Anspruch erfüllt, in diesem Ausstellungshaus vor allem jungen Absolventen der Düsseldorfer Kunstakademie ein Forum zu bieten. Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf den die Unterwelt bewachenden vielköpfigen Höllenhund aus der griechischen Mythologie. 14 Maler, Bildhauer und Fotografen präsentieren ihre Arbeiten, die alle eigens für den ungewöhnlichen Raum geschaffen wurden.“

Die Arbeiten von Miriam Wania beschreibt Gertrud Peters mit: „Wie alle Bilder der 29jährigen Malerin zeigt ´K.´ eine lakonische und gleichzeitig expressive Phantasiewelt, in der fiktive Handlungen auf mehreren Realitätsschichten ablaufen. Der Wechsel von flächig und räumlich gemalten Feldern schafft Ausblicke in ferne und nahe, ruhige und bewegte Zonen.“

Bei Luka Fineisen hebt Frau Peters die Arbeit der Künstlerin in der Figur eines Mädchens hervor. „Das Spiel mit den gegenläufigen Kräften, mit der Reinheit der Seele und dem Geldcharakter des Lebens, mit Überfluss und Vergänglichkeit, ist auf stille Art brutal und wurde von Luka Fineisen zum ersten Mal figürlich umgesetzt.“

Die Fotografin In Sook Kim setzt die Sexualisierung und Kommerzialisierung des weiblichen Körpers in ein bedrückend schönes Bild gesetzt. „Bei In Sook Kim, die in Seoul zunächst ein Philosophiestudium abschloss,“ erläutert die KIT-Projektleiterin, „sind die Fotografien nicht nachträglich bearbeitet und stellen durch die Offensichtlichkeit der verwandten Mittel eine fast fassbare Nähe zum Betrachter her.“

Das hohe Ende des Tunnels Ende hat sich Stefanie von Schroeter ausgesucht, die mit Öl, Ölstift und Acryl auf rohe Leinwand malt. Gertrud Peters: „Ihre abstrakt-expressionistischen Werke lassen ideal-schöne Bilder von Gärten und Motiven der Romantik zu und erinnern an im Verfall begriffene Giotto-Fresken…“.

Zur KIT-Premieren-Veranstaltung sind im „Hotel Kerberos“ die Filmemacherinnen Sigrun Köhler und Wiltrud Baier, die seit 2000 als „Böller und Brot“ Dokumentarfilme und Kurzfilme drehen, mit Werken vertreten.

Darüber hinaus zeigen zehn junge Künstler ihre Arbeiten im KIT “ Kunst im Tunnel.
Weitere Informationen: www.kunst-im-tunnel.de

(Der Link wurde am 21.02.2007 getestet.)