Cab Artis: Kultur als Reiseanlass: Deutschland-Tourismus weiter im Aufwind

Am Messestand des Kulturdienstleisters CAB Artis zogen die Tourismusexperten ein erstes Fazit:

„Kultur- und Städtereisen befinden sich in Deutschland weiter im Aufwind. Lieblingsreiseland der Deutschen im Bereich der Kurz- und Wochenreisen ist weiterhin die eigene Heimat. Insbesondere längerfristige Kulturprojekte große kulturhistorische Ausstellungen dienen dabei häufig als Reiseanlässe, eine Region oder Stadt in Deutschland neu zu entdecken“, sagte Grit Fahrenkampf, von der Bamberger Agentur CAB Artis.

Museen und Kulturinstitutionen der Städte Halberstadt, Ingolstadt, Karlsruhe, Mainz, Mannheim, Merseburg, Naumburg, Nürnberg, Quedlinburg, Speyer, Stuttgart und Trier präsentieren sich in diesem Jahr am Kulturschätze-Gemeinschaftsstand von CAB Artis auf der Reisemesse, um die bevorstehenden großen kulturgeschichtlichen Ausstellungen der kommenden beiden Jahre vorzustellen.
 

Auf besonders großes Interesse stoßen dabei Themen der europäischen und Welt-Geschichte. So stellen die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen ab November 2014 unter dem Titel „Ägypten. Land der Unsterblichkeit“ die Zeit der Pharaonen am Nil vor. Hierbei spielen die faszinierende Götterwelt ebenso wie die Themen Schrift und Totenkult eine zentrale Rolle.


 

Bildtext (v.l.): Das Team der Kulturschätze freut sich über das große Besucherinteresse in Köln. Thomas Spindler- Grit Fahrenkampf – Dr. Alexander Schubert (Hist. Museum der Pfalz ) – Monika Fleischmann – Kerstin Wille (Vereinigte Domstifter) – Claudia Paul (Reiss-Engelhorn Museen). Foto: Cab Artis

 

Eine Premiere war die Vorstellung der beiden Bayerischen Landesausstellungen 2015 „Napoleon und Bayern“, sowie 2016 „Bier in Bayern“ vom Haus der Bayerischen Geschichte, die in diesem Jahr zum ersten Mal im Netzwerk der Kulturschätze präsentiert wurden.
 

Vor fünfhundert Jahren stellte der Nürnberger Schlosser Peter Henlein als einer der ersten Uhrmacher kleine, tragbare Uhren, die Vorgänger der Armbanduhren her. Diese technische Meisterleistung bietet dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg den Anlass, ab 4. Dezember 2014 eine kulturhistorische Reise in die Zeit der Nürnberger Uhrenmacher zu unternehmen.
 

Das Historische Museum der Pfalz in Speyer widmet sich bis Ende Juni 2015 einem dramatischen Ereignis, das vor über hundert Jahren die Gesellschaft erschütterte, der Untergang eines als unsinkbar geltenden Passagierschiffs: „TITANIC. Die Ausstellung. Echte Funde – wahre Schicksale“ zeigt über 250 originale Funde von den Tiefsee-Bergungsexpeditionen und spektakuläre Inszenierungen.
 

Franz von Sickingen, eine der schillerndsten Gestalten an der Schwelle zur Neuzeit, steht im Mittelpunkt der Ausstellung „Ritter, Tod und Teufel“, die die Generaldirektion Kulturelles Erbe im Landesmuseum Mainz von Mai bis Oktober 2015 zeigt. Kunstwerke von Cranach bis Dürer, Prunkharnische oder seltene Turnierbücher geben einen Eindruck der aufregenden Umbrüche dieser Zeit.
 

Ab Oktober 2015 wird im Landesmuseum Stuttgart „Christoph. Ein Renaissancefürst im Zeitalter der Reformation“ vorgestellt. Anlässlich seines 500. Geburtstages wird eine große Landesausstellung ausgerichtet, die die Zeit des Bauherrn und Friedensfürsten lebendig werden lässt.
 

„Immer häufiger kombinieren Kultururlauber den Besuch mehrerer Ausstellungen mit der Besichtigung authentischer Sehenswürdigkeiten vor Ort oder in der Region“, beobachtet Thomas Spindler von CAB Artis. Die Zeiten, in denen Kulturschaffende Mitbewerber als Konkurrenten angesehen haben, seien zum Glück vorbei. „Wir müssen aus der Sicht der Reisenden denken,“ so Grit Fahrenkampf. „Ein spannendes, abwechslungsreiches Angebot ist noch immer das beste Argument“.

 

Weitere Informationen:
www.cab-artis.de

Titelbild: Grit Fahrenkampf und Thomas Spindler stellen das Kulturnetzwerk – Kulturschätze vor. Foto: Cab Artis