Museum Zeughaus: LUX – ein ganzes Haus wird Lightbox


Die leuchtende Dauer-Installation LUX der Düsseldorfer Künstlerin stellt aktuelle Kunst in Korrespondenz zur barocken Architekturtradition.

50 einzelne Lichtinstallationen sind auf knapp 1000 Quadratmetern in die Fensternischen der frisch sanierten Fassade eingebettet und lassen das Mannheimer Zeughaus von innen leuchten. Jedes Element ist malerisches Detail eines Blickes aus den Augen einer Schaufensterfigur. Erst aus der Ferne betrachtet, fügen sich die strahlenden Bildtafeln zu einem magischen Blick, der bei Tag und bei Nacht über den ehemaligen Exerzierplatz vor dem Zeughaus schweift. Den Passanten begegnet und folgt er, als sei er nicht Kunst, sondern Teil ihres Lebens.

Elisabeth Brockmann, ehemals Schülerin von Gerhard Richter, hat dieses Abbild einer menschlichen Fassade digital zerlegt und so bearbeitet, dass es sich scheinbar nahtlos in die architektonische Fassade einfügt und dem Zeughaus ein Gesicht verleiht.

Die Künstlerin ist bekannt für ihre großen Überraschungen im architektonischen Kontext. Die Licht-Installation ist der vorläufige Höhepunkt einer Serie von Architektur-Installationen Elisabeth Brockmanns, zu denen u.a. Arbeiten im Münchner Olympia-Schwimmstadion, an der Fassade des Bayerischen Staatsschauspiels und am Dresdner Albertinum gehören.