LWL: Andrea Sawatzki liest „Die Judenbuche“

Am Dienstag, 12. November, liest sie im LWL-Freilichtmuseum Detmold um 19.30 Uhr aus der Novelle „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff. Für Schulklassen findet in diesem Jahr erstmals am Mittwoch, 13. November, um 11.30 Uhr eine Matinée zur „Judenbuche“ im Detmolder Sommertheater statt. Die Reihe „Dorfgeschichte“ ist eine Veranstaltung des Literaturbüros Ostwestfalen-Lippe in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), unterstützt durch die Sparkasse Paderborn-Detmold.

Das „Sittengemälde aus dem gebirgichten Westfalen“ von 1842 erzählt von den Menschen und Hintergründen, die zu dem Mord an dem Juden Aaron führen, und zeichnet ein detailliertes, eindrückliches Bild des Lebens im 18. Jahrhundert im westfälischen Dorfe B., in dem „die Begriffe der Einwohner von Recht und Unrecht einigermaßen in Verwirrung geraten“ sind. Für ihre „Kriminalgeschichte Friedrich Mergel“ griff Annette von Droste-Hülshoff auf eine tatsächliche Begebenheit zurück, die sich im Dorf Bellersen, das im Gutsbezirk ihres Großvaters Werner Adolf von Haxthausen gelegen war und heute in rund 35 Kilometern Entfernung von Detmold dem Kreis Höxter zugehört, ereignete.

Über Andrea Sawatzki
Die Schauspielerin ist nach Theaterengagements in München, Berlin, Wilhelmshaven und Stuttgart seit Anfang der 90er-Jahre in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen zu erleben. Dabei erspielt sie sich mit ein umfangreiches Repertoire und verkörpert neben komischen Rollen vielfach tragische Figuren in psychischen Grenzsituationen.

Einem großen Publikum wurde sie 1997 durch den Kinofilm „Die Apothekerin“ (Regie Rainer Kaufmann) bekannt und stand danach für erfolgreiche Filme wie „Das Experiment“ (2000, Oliver Hirschbiegel) oder „Glück“ (2011, Doris Dörrie) vor der Kamera. Im Fernsehen war sie in von der Kritik gelobten Produktionen wie „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ (2000, Heinrich Breloer), „Borgia“ (2010, Oliver Hirschbiegel) oder „Bella Vita“ (2010, Thomas Berger) zu sehen. Von 2002 bis 2010 verkörperte sie in der Reihe „Tatort“ die Kommissarin Charlotte Sänger. Für ihre Arbeit erhielt Andrea Sawatzki wichtige Preise und Auszeichnungen.

Neben ihrer Schauspieltätigkeit liest Andrea Sawatzki Hörbücher (u. a. Glennkill oder Gut gegen Nordwind) und ist als Synchronsprecherin tätig. In der Region begeisterte sie ihr Publikum bereits bei Lesungen im Rahmen des Literatur- und Musikfestes „Wege durch das Land“ und dem Isländer-Sagas Lesefest auf Schloss Corvey. Für ihre „Sprecharbeit“ wurden ihr die Goldene Schallplatte, der Lesewerkpreis und der Deutsche Sprecherpreis verliehen. Im März 2013 erschien ihr Debütroman „Ein allzu braves Mädchen“, zurzeit tourt sie auf deutschen Bühnen mit ihrem Liederabend „Irgendwas ist immer“.
(Quelle: LWL)

Weitere Informationen:
www.literaturbuero-owl.de

 

Bildtext: Andrea Sawatzki liest aus „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff.
Foto: Markus Nass, T&T