Nürnbergerin Liane Ruder schenkt GNM Porzellanreiher von Rosenthal


Die Figur entstand Anfang der 1940er Jahre und wird künftig die exquisite Porzellansammlung in der ersten Etage des Rittersaals bereichern.

Geburtstage bringen im allgemeinen Geschenke mit sich, über die sich der zu Feiernde freut. Je älter der Jubilar, desto schwieriger wird es meist, etwas Passendes zum Überreichen zu finden. Gesundheit und persönliches Wohlergehen stehen dann oft im Vordergrund, materielle Dinge verlieren an Bedeutung. Dass sie an sich wunschlos glücklich sei und keiner Geschenke bedarf, stellte auch die Nürnbergerin Liane Ruder fest und kam auf eine ungewöhnliche Idee. Anstelle sich selbst beschenken zu lassen, übergab die Jubilarin anlässlich ihres 75. Geburtstags am Samstag, 3. August 2013 dem Germanischen Nationalmuseum eine Porzellanfigur aus ihrer eigenen pretiösen Sammlung.

Bei der Figur handelt es sich um einen 31,7 cm hohen Fischreiher aus Porzellan, der mit seinen langen gelben Krallenfüßen auf einem ovalen Sockel zwischen einzelnen grünen Schilfgrashalmen steht. Hals und Bauchpartie sind weitgehend weiß gelassen, der Rücken und die Flügel dagegen bestehen aus drei verschiedenen Federarten, die in zarten bräunlichen, blauen und rosa Unterglasurfarben nuancenreich bemalt sind. Eine Marke auf der Unterseite weist das Tier als Erzeugnis der Firma Rosenthal in Selb aus.

Der Reiher geht auf einen Entwurf von Max Daniel Hermann Fritz (1873-1948) zurück. Unter Porzellanliebhabern werden Tierplastiken von Max Daniel Hermann Fritz bis heute sehr geschätzt. Das lässt sich vor allem an Auktionspreisen diverser Versteigerungshäuser ablesen. Für die Porzellansammlung des GNM ist der Reiher auf jeden Fall ein bemerkenswertes Geschenk, über das sich Sammlungsleiterin Dr. Silvia Glaser freuen kann. Liane Ruder hatte den Reiher einst von ihrer Mutter geerbt. Nun hat sie die kostbare Figur in den Besitz des Germanischen Nationalmuseums übergeben.

Weitere Informationen:
www.gnm.de

Bildtext: Liane Ruder mit Porzellanreiher der Firma Rosenthal. Foto: GNM