31. Bayerischer Filmpreis: Barbara Sukowa als beste Darstellerin geehrt


Ministerpräsident Horst Seehofer verlieh die Auszeichnungen. Zu den Geehrten zählt unter anderen:

Barbara Sukowa, die den Preis als beste Darstellerin (dotiert mit 10.000 Euro) für ihre Rolle in "Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen" erhielt.

Begründung der Jury:Barbara Sukowa ist eine der großen Schauspielerinnen unserer Zeit. Mit der Interpretation ihrer Rollen ist sie immer direkt und präzise. Sie führt mitten hinein in die Person, die sie verkörpert – unverschnörkelt und konzentriert. In Margarethe von Trotta´s jüngstem Werk "Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen" stellt Barbara Sukowa die große Bandbreite ihrer Schauspielkunst erneut unter Beweis. Dank ihrer Intelligenz und Leidenschaft, ihrem Einfühlungsvermögen und ihrer Ausstrahlungskraft gelingt Barbara Sukowa ein differenziertes Porträt der historischen Figur der Hildegard von Bingen: Einer Frau, die ihrer Zeit weit voraus, emanzipatorisch dachte und handelte.

Der Dokumentarfilmpreis (dotiert mit 15.000 Euro) geht an Petra Seeger für ihren Film "Auf der Suche nach dem Gedächtnis". Den Preis für die Bildgestaltung (dotiert mit 10.000 Euro) erhält Jana Marsik für die Filme "Same Same But Different" und "Lippels Traum".

Der Preis für die beste Nachwuchsdarstellerin (dotiert mit 10.000 Euro) erhielt Katharina Schüttler für ihre Rolle in dem Film "Es kommt der Tag".
Die Begründung der Jury lautet:
Katharina Schüttler spielt oft Radikales und immer das Schwierigste: Menschen, die in existenziellen Situationen hin- und hergerissen sind. Es bleibt das Geheimnis ihres Könnens, dass es ihr gelingt, ihre jungen Frauen-Figuren mehrdimensional anzulegen: irgendwie zerbrechlich,
weiblich und doch zu Härte aus Lebenserfahrung und Enttäuschung fähig. Auch in Susanne Schneiders Drama "Es kommt der Tag" brennt Katharina Schüttler vom ersten Auftritt an mit kaltem Feuer. In dem Mutter-Tochter-Duell des Filmes kann es keinen Sieger geben, aber Katharina Schüttler ist uneingeschränkt ihrer großen Gegenspielerin, Iris Berben als Ex-Terroristin, ebenbürtig. Ihr fantastisches Spiel mit psychologischer Tiefenschärfe würdigt die Jury mit dem Bayerischen Filmpreis.

Der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten geht an den national und international renommierten Kameramann, Regisseur und Produzenten Joseph Vilsmaier. Der Produzentenpreis wird in diesem Jahr geteilt und geht zu je 100.000 Euro an Peter Herrmann für die Produktion des Films "Wüstenblume" mit der Verfilmung des Bestsellers "Wüstenblume" von Waris Dirie, der auf ihrer eigenen Geschichte beruht. Die Drehbuchautorin und Regisseurin Sherry Hormann schuf mit ihm gemeinsam ein beeindruckendes Filmwerk. Die zweite Preis-Hälfte geht an Dietmar Güntsche und Wolfgang Behr, Neue Bioskop Film München, für den Film "Der Große Kater".

Weitere Informationen:
www.bayern.de

(Der Link wurde am 16.01.2010 getestet.)