Kugeln und Sterne (von Friederike Schmöe)


"Mögen Sie das Zeug?", fragte Leonilda Krausmeier statt einer Begrüßung, schleuderte ihren Mantel in Richtung Garderobenständer und blickte angewidert auf die dampfende Tasse in der Hand ihres Assistenten. "Naja, wahrscheinlich würden Sie es sonst nicht trinken", fügte sie rüde hinzu.
Ingo Isbrand verzog das Gesicht.
"Alkohol im Dienst ist strikt untersagt", sagte er.
Leonilda zuckte die Schultern. Es war der Morgen des 24.12., und sie durfte Ingo nicht verdenken, daß er sich eine Tasse Kinderpunsch heißgemacht hatte. Mehr weihnachtliches Equipment kam ihr nicht in ihr Büro, im dritten Stock des Polizeipräsidiums in B., Abteilung Mordkommission. Lichterketten, goldene Kugeln, Tannenzweige und kletternde Nikoläuse standen auf ihrer persönlichen Fahndungsliste und waren dem unverzüglichen Abschuß preisgegeben. Ingo hielt sich daran. Lediglich am Nikolaustag war er aus der Reihe getanzt, indem er seinen pingeligen Haarschnitt unter einer roten Mütze mit blinkendem Zipfel verbarg.
"Gibt’s was Neues?", knurrte Leonilda in ihrem üblichen Morgenton, der verriet, daß ihr das nötige Quantum Koffein noch fehlte.
"Bis jetzt nicht", erwiderte Ingo.
Sie hätte Verdacht schöpfen sollen. Manchmal hatte er so eine weinerliche Melodie in der Stimme. Heute gar nicht. Allerdings war sie für Verdachtsmomente viel zu müde, hatte sie doch den Vorabend mit Packen verbracht, denn heute um 17 Uhr würde pünktlich Bessy vor der Tür unten stehen, sie in den Alfa Spider einladen und mit ihr davonbrausen. Der Qi Gong-Kurs begann um 20 Uhr in N., Anti-Programm für alle, die dem Familienterror entkommen wollten, wie Leonilda. Nichts durfte heute schiefgehen, kein Mord geschehen, jedenfalls nicht vor fünf, aber da standen die Chancen gut, denn zum Durchdrehen war nach der Bescherung immer noch Zeit, dann zückten die Phrenetiker die Messer, kramten das Gift aus dem Apothekerschrank, strafften die Sisalseile zwischen behandschuhten Händen.
"Mit wem verbringen Sie eigentlich den Heiligen Abend?", wollte Ingo wissen, während er Kaffee für seine Chefin in eine rote Tasse mit der Aufschrift Mom’s Good Old Coffee eingoß.
"Mit meiner Ex-Schwiegertochter", antwortete Leonilda, dankte knapp und blätterte eine Akte auf.
"Ex-Schwiegertochter?" Verständnislos wischte Ingo Isbrand ein Stäubchen von seinem Schreibtisch.
"Ich kann es ihr nicht verdenken", entgegnete Leonilda ruppig. "Ich würde es auch nicht aushalten, mit meinem Sohn verheiratet zu sein."
"Weihnachten", schwärmte Ingo. "Das Fest der Familie…"
"Setzen Sie sich doch mit meinem Sohn unter den Weihnachtsbaum", brummte Leonilda. "Er hat auch keinen zum Feiern." Sie verstummte. Ingo litt sehr an seinem Single-Dasein, das wußte sie genau, denn er hatte seit Totensonntag von nichts anderem gesprochen. Am liebsten würde er bis Sylvester durchgehend Dienst machen, aber Leonilda hatte sich Urlaub genommen, und mit Oberkommissar Sockenseiler mochte Ingo nicht zusammenarbeiten.
"Haben Sie sich jetzt was vorgenommen für heute abend?", fragte sie aus Pflichtbewußtsein.
"Äh “ nein." Er grinste. Zweiter Verdachtsmoment. Er GRINSTE! Ingo Isbrand pflegte nicht zu grinsen, wenn er von seiner Einsamkeit an den Weihnachtstagen sprach. Doch Leonilda schob die Beobachtung weg und konzentrierte sich auf die Akten. Bis 17 Uhr würde sie alles abgearbeitet haben.
Der Anruf kam gegen 14 Uhr. Leonilda hob erstaunt den Kopf. Dritter Verdachtsmoment. Ingo griff nach dem Telefonhörer, und seine Hand bebte dabei. Leonilda zwickte die Lider zusammen und starrte ihn an.
"Mordkommission, Isbrand?"
Er machte eine Pause, nickte dann und sagte: "Wir kommen sofort."
"Moment", schnarrte Leonilda. "Wohin kommen wir sofort?"
"An die Schleuse am Kanal in V. Der Schleusenwart hat eine Leiche im Becken gefunden."
"Was haben wir damit zu tun?"
"Es ist keine gewöhnliche Wasserleiche. Sie ist mit Weihnachtsschmuck behängt.
Leonilda warf zuerst einen Blick auf ihre Armbanduhr. Je nach diensthabendem Staatsanwalt würde es knapp werden. Vermutlich handelte es sich aber nur um einen Weichling, der wegen Weihnachten das Reißen gekriegt und einen Abgang der besonderen Art ausprobiert hatte.
"Gehen wir", sagte sie, klaubte ihren Mantel vom Ständer und rauschte bereits vom Hof, als Ingo im Designer-Anorak hinterherrannte und im letzten Moment die Beifahrertür aufriß.
"Sie habens aber eilig."
"Ich habe heute noch was vor. Im Gegensatz zu Ihnen, mein Sohn."
Ingo Isbrand schwieg. Tunlichst vermied er, das Radio anzudrehen. Leonilda war auf Weihnachtslieder allergisch.
Sie schoben sich durch verschärften Einkaufsverkehr. An der Schleuse herrschte schon das übliche Tohuwabohu der Einsatzkräfte. Leonilda bremste den Wagen kurz vor dem Becken und sprang raus.
"Wo?", fragte sie den Diensthabenden.
"Dort unten!"
"Wieso habt ihr ihn noch nicht geborgen?"
Leonilda spähte in das ausgelassene Schleusenbecken. Brackig kräuselte sich das schwarze Restwasser.
"Die Jungs haben Weihnachtsbesetzung."
Leonilda knurrte etwas Unverständliches, in dem die Wörter Weihnachten und Seuche vorkamen, und beugte sich weit über den Rand des Beckens. Die Leiche klemmte mit einem Fuß in den Verstrebungen des Schleusentores, Gesicht nach unten. Ein paar rote Christbaumkugeln trieben wie Leuchtbojen auf der undurchdringlichen Wasseroberfläche.
"Wer hat das entdeckt?", fragte Leonilda.
"Der Schleusenwart!"
Ein kleiner, untersetzter Typ mit ausgeprägter Armmuskulatur kam auf sie zu. Er trug eine Pudelmütze zu seinem Rolli und wirkte ziemlich aufgeregt.
"Wann haben Sie die Leiche entdeckt?"
"Vor einer Stunde ungefähr. Mein Dienst hatte gerade begonnen und ich habe ein Schiff Richtung B. durchgelassen. Anschließend bin ich mal zum Becken runtergestiefelt, um Luft zu schnappen, guckte rein, und dann…"
Er deutete Würgereiz an.
Hinter ihnen rumpelte der Wagen mit den Bergungsleuten heran.
"Endlich!", schnappte Leonilda. Sie sah auf die Uhr. Es war fast drei. Die muskulösen Jungs ließen ihre Gerätschaften ins Becken hinunter. Sie fragte den Schleusenwart die üblichen Sachen, Dienstzeiten, Beobachtungen, Verdachtsmomente.
Der Schrei vom Boden des Beckens riß sie aus der Routine.
"Ein Fake!" Die Stimme überschlug sich. "Das ist ein Fake!"
Leonilda glotzte in den Abgrund. Zwei Kerle hatten sich die Leiche quasi unter die Arme geklemmt. Aus ihrer Kleidung rann das drekkige Wasser. Dennoch schien der tote Körper verhältnismäßig leicht zu sein. Die beiden Witzbolde krähten immer noch herum.
"He, was soll das!", schrie Leonilda hinunter.
"Frau Kommissar", rief einer hoch. "Das is ne Schaufensterpuppe!"
Leonilda fing den Blick ihres Assistenten auf. Ingo Isbrand trug wieder die Zipfelmütze mit dem Blinklicht. Sie hatte größte Lust, ihm das Teil vom Kopf zu reißen und in das Schleusenbecken zu werfen.
Die Schaufensterpuppe wurde am Rand des Beckens abgelegt. Die Typen von der Bergung lachten sich immer noch scheckig. Leonilda achtete nicht auf die roten, verschmierten Kugeln und die aufgeweichten Strohsterne, die jemand geschickt mit Draht an einem alten Arbeitsoverall befestigt hatte. Zielstrebig griff sie nach der Alukapsel, die an einer Kette um den Hals des Plastikopfers hing. Aus den Augenwinkeln sah sie Ingo, dessen Blinklicht mit seinen Augen um die Wette funkelte. In der Kapsel befand sich ein Zettel. Er war halbwegs durchweicht, aber gut lesbar. "Der nächste ist echt!", stand da. "Heute, 17 Uhr."
"Spurensicherung, loslos!", scheuchte Leonilda den Diensthabenden auf. "Und gehen Sie mir mit Ihren Pfefferkuchen aus den Augen!"
Der Diensthabende steckte hastig die knisternde Tüte weg und wandte sich seinen Kollegen zu. Leonilda steckte Zettel und Kapsel in eine Plastiktüte und sagte zu Ingo:
"Wo würden Sie anfangen?"
Ingo schluckte hastig etwas hinunter, was nach Zimt roch. "Herkunft und Handschrift prüfen!", sagte er, als befände er sich in ei-nem Examen.
"Weiter. Was noch!" Leonilda sah wieder auf die Armbanduhr. Sie wollte um alles in der Welt zu ihrem Kurs.
"Personengebundene Beobachtungen sichern, Tatzeugen, Infor-manten und Geschädigte ermitteln und vernehmen, den ersten Eindruck nutzen", sagte Ingo gemütlich auf.
"Wenn ich das hören wollte, würde ich ein Lehrbuch aufschlagen", kauzte Leonilda. Einer vom Bergungsteam öffnete die Autotür. Aus dem Radio dudelte Ihr Kinderlein, kommet.
In einer bösen Vision sah Leonilda, wie Bessy allein im Alfa Spider zu den Qi Gong-Frauen kutschierte. Sie biß sich auf die Lippen und hetzte Ingo zur Befragung der Anwohner, während sie selbst den Staatsanwalt verständigte. Ingo Isbrand zuckelte von dannen. Leonilda hätte ihm am liebsten einen Arschtritt versetzt, um seine Gangart ein wenig zu beschleunigen.
Der Staatsanwalt erschien wenig später in Gestalt von Gideon Olweg, heute demonstrativ in Jeans und Skijacke. Er blickte krausnasig auf die ölverschmierte Schaufensterpuppe in Weihnachtskluft. "Verdammte Spinner", sagte er, zückte sein Portemonnaie und zählte die darin befindlichen Euros. "Ich brauche noch ein Geschenk für meine Tochter."
"Dann gnade Ihnen Gott!", sagte Leonilda, an die Autoschlangen denkend, die sich zum Last-Minute-Geschenkekauf von den Außen-bezirken bis in die Innenstadt stauten.
"Sie wünscht sich eine Autorennbahn", klagte Gideon Olweg. "Ein Mädchen! Eine Autorennbahn!"
"Ihre Tochter versteht etwas vom Leben", erwiderte Leonilda.
"Dabei weiß ich gar nicht, wie ich die Weihnachtstage aushalten soll, mit meiner geschiedenen Frau bei mir im Haus", seufzte Gideon Olweg. "Aber es ist wegen dem Kind… Ich hätte gern männliche Unterstützung, verstehen Sie? Warum habe ich nur keinen Sohn!"
Leonilda hatte ihr Verständniskontingent für die Schwierigkeiten ihrer Mitmenschen schon weitgehend aufgebraucht.
"Sehen wir zu, daß wir hier fertigwerden. Ich habe auch noch was anderes vor."
Gideon Olweg steckte seine Geldbörse weg und blickte Leonilda finster an.
"So geht’s nun auch nicht, Frau Kommissar", sagte er streng.
"Die Drohung ist nicht ernstzunehmen", setzte Leonilda ihm aus-einander. "Wir haben überhaupt keine Anhaltspunkte. Wer wirklich einen weiteren Mord plant, hinterläßt irgendeine Spur, denn er beabsichtigt ja, die Polizei auf seine Fährte zu locken. Warum sollte er sonst eine Nachricht hinterlassen?"
"Nur, weil Sie was anderes vorhaben, dürfen Sie Ihre Pflichten nicht vernachlässigen", dozierte der Staatsanwalt. "Verhindern Sie den zweiten Mord!"
"Es wird keinen zweiten Mord geben", sagte Leonilda scharf. "Das hier ist ein Scherz. Es gab nicht mal einen ersten Mord."
"Ach ja." Olweg schluckte und trat von einem Fuß auf den andern. "Ich fahre. Halten Sie mich auf dem Laufenden."
Leonilda war wütend. Sie hatte die Schnauze von Gideon Olweg fast genauso voll wie von Weihnachten und der lächerlichen Schaufensterpuppe. Der Schleusenwart trat auf Leonilda zu und schwenkte eine Thermos.
"Möchten Sie einen Schluck, Frau Kommissar? Trotz Dienst?"
"Bloß nicht", sagte Leonilda, als sie den Glühwein roch. "Hören Sie mal, was denken Sie: Wie lange war die Puppe hier im Wasser?"
Der Schleusenwart stierte nachdenklich auf den durchweichten Ar-beitsoverall.
"Nicht besonders lang", sagte er. "Allenfalls seit gestern abend."
Leonilda nickte. "Sie denken, was ich denke?"
"Die Strohsterne sind zwar aufgeweicht… aber noch völlig in Form."
"Exakt. Nehmen wir an, unser weihnachtlicher Scherzkeks hat die Plastikmadame gestern abend hier deponiert…"
"Frühestens!", warf der Schleusenwart ein.
"… wer hatte zu diesem Zeitpunkt Dienst?"
"Ildefons Buntschuh."
"Seine Telefonnummer?"
Der Schleusenwart murkste sein Handy aus der hinteren Hosentasche. Dazu mußte er erst den Glühweinbecher vor seinen Füßen auf dem Asphalt abstellen. Das Handy fiepte, während der Schleu-senwart auf die Tasten hieb. Er nannte Leonilda die Nummer.
Ildefons Buntschuh war zu Hause und schmückte eine Weißtanne.
"Ist Ihnen gestern abend, als Sie Dienst hatten, irgendwas Beson-deres aufgefallen?"
Ildefons Buntschuh brauchte eine Weile, um ausreichend Konzen-tration herzustellen. Ungeduldig ging Leonilda auf und ab und warf dabei den Glühwein um. Der Becher rollte auf das Schleusenbecken zu. Ganz deutlich sah Leonilda ihn in Zeitlupe über die Kante kullern. Es dauerte ziemlich lange, bis sie das Platschen hörte. Am anderen Ende der Leitung drehte Ildefons Buntschuh White Christmas leiser und sagte dann: "Ich hoffe aber jetzt, Frau Polizeikommissar, daß das nicht auf mich zurückfällt. Ich hab Dienst bis morgens ge-macht und war echt müde. Aber gegen elf, also 23 Uhr, habe ich einen Typen am Becken rumschleichen sehen. Ich habe runterge-rufen. Der hatte so einen Sack dabei, wie Knecht Ruprecht. Was da drin war, weiß ich nicht. Ich bin dann runter zum Becken gelaufen, aber da war er schon weg."
Leonilda bedankte sich.
"Tut mir leid, jetzt ist Ihr Becher futsch", sagte sie säuerlich zum Schleusenwart. Der zuckte die Schultern.
"Macht nichts, meine Frau schenkt mir jedes Jahr zu Weinachten einen neuen."
Leonilda schickte einen von der Spurensicherung auf die andere Seite des Beckens. Der Mann kam schnell wieder. Jemand sei dort durch die Bäume gestreift, habe vermutlich einen Jutesack dabeigehabt. "Da waren Fasern an ein paar Zweigen. Sollen wir dem nachgehen? Fußabdrücke und die ganze Chose?"
"Jep!", sagte Leonilda knapp. Sie dachte an ihren eigenen Dienst-plan. Es war kurz vor halb vier. Sie würde noch Zeit haben, den Schuldigen zu verhaften, zu verhören und das Protokoll zu schreiben.
Allmählich ging die Dämmerung in Schwärze über. Ihr Assistent kam von seiner Befragung zurück. Seine Zipfelmütze flackerte. Der rote Punkt kam immer näher, zappelte noch ein paarmal in der Dunkelheit und erlosch dann.
Leonilda ließ sich das Papierfetzchen geben, hielt es Ingo unter die Nase und fragte:
"Hatten Sie da schon zuviel von dem Weihnachtsgesöff intus, oder warum ist das so verwackelt?"
Unter der roten Mütze leuchtete Ingos Gesicht klein und ziemlich weiß hervor.
"Ich…"
"Kann natürlich auch sein, daß Sie einen von den Suffköpfen in der Bahnhofsgegend um Schützenhilfe gebeten haben", ergänzte Leo-nilda. "Und von denen kann sich natürlich keiner mehr erinnern, richtig?"
Ingo Isbrand öffnete den Mund und schloß ihn wieder. Dann nahm er die Mütze vom Kopf, fummelte die Batterie aus dem Zipfel und murmelte: "Ich hatte einfach keinen Nerv für Weihnachten allein. Das müssen Sie doch verstehen! Bitte!"
"Verstehen kann ich eine Menge", raunte sie. "Aber ich will zu meinen Qi Gong-Ladys und nicht mit Ihnen im Dienst rumhängen, bloß weil Sie es nicht schaffen, sich zu besaufen wie alle anständigen Singles."
Leonilda pfiff die Spurensicherungsleute zurück. Sie warfen die Schaufensterpuppe in den Kofferraum, verabschiedeten sich vom Schleusenwart und fuhren beim Wertstoffhof vorbei, der natürlich schon geschlossen war. Unter den wachsamen Augen der Kommissarin kletterte Ingo über das Tor und entsorgte die Puppe im Plastikcontainer.
Im Präsidium rief Leonilda Gideon Olweg an. Es war 16 Uhr 30. Er machte zuerst Terror, lenkte aber dann ein. Grinsend legte Leonilda den Hörer auf.
"Sie sind an den Feiertagen gerngesehener Gast im Hause Olweg", sagte sie. "Und dabei können Sie dann gleich über juristische Fachfragen diskutieren."
Ingo blieb der Mund offenstehen. Ein klein bißchen tat er Leonilda leid. Sie kramte in ihrem Schreibtisch und förderte eine Batterie zutage.
"Hier. Es werde Licht."
Eine Viertelstunde später bog ihre Ex-Schwiegertochter im Alfa Spider um die Ecke. Leonilda knallte ihre Reisetasche auf den Rücksitz, setzte sich zurecht und sagte: "Gib Gas, Bessy."

© friederike schmöe, weihnachten 2004

Friederike Schmöes erstes Buch "Tochterseelen" ist vor zwei Jahren erschienen, im Januar kommt das erste in einer Reihe von Krimis raus, die in Bamberg spielen. In Kürze werden wir mehr über die Autorin berichten