Kulturhistorisches Museum Magdeburg: Skulptur der Kaiserin Kunigunde ist zurückgekehrt


Die Skulptur der Kunigunde wurde während des 2. Weltkrieges vom Portal entfernt und ist seit 1955 im Diözesanmuseum ausgestellt. Für die Ausstellung "Aufbruch in die Gotik" verlässt die Skulptur der Kunigunde zum ersten Mal die Kaiserstadt Bamberg und wurde nun von den Fachkräften und Restauratoren des Museums an ihrem neuen Bestimmungsort aufgestellt.

Wie der Magdeburger war auch der Bamberger Dom von einem ottonischen Kaiser gegründet worden, von Heinrich II. (reg. 1002-1024), einem Großneffen Ottos des Großen.
Er und seine Gemahlin, Kaiserin Kunigunde (gest. 1033), wurden wegen ihres keuschen und frommen Lebenswandels als Heilige verehrt.

Heinrich II. war bereits wenige Jahre nach seinem Tod heilig gesprochen worden, im Jahre 1200 wurde auch Kunigunde zu den Ehren der Altäre erhoben. Kurze Zeit später wurde ein Figurenportal des Domneubaus mit Skulpturen der heiligen Dom- und Bistumsgründer, sowie der Erzeltern, Adam und Eva und der Heiligen Petrus und Stephanus geschmückt.

Die etwa 175 cm hohe Statue der Kunigunde trägt als Stifterin ein Kirchenmodell in ihrer Rechten. Es handelt sich um ein hochgotisches Miniaturbauwerk, dessen Chor mit offenem Strebewerk abgestützt wird.

Die Ausstellung "Aufbruch in die Gotik" ist im Kulturhistorischen Museum Magdeburg vom 31. August 2009 bis 6. Dezember 2009 zu sehen.

Bildtext (Detailaufnahme): Die Skulptur der Kaiserin Kunigunde weist eine Höhe von 1,75 m und ein Gewicht von ca. 800 Kilogramm auf.

(Der Link wurde am 29.07.2009 getestet.)