Galerie Handwerk München: „Geschmiedet“

Schmieden gehört zu den ältesten Handwerkskünsten der Menschheit und hat in Sagen und Mythen einen festen Platz – denken wir an Hephaistos, den griechischen Gott des Feuers und der Schmiedekunst, seinen römischen „Bruder“ Vulcanus oder an Zwerg Mime aus Richard Wagners „Rheingold“.

Die Galerie Handwerk, München, widmet die Verkaufsausstellung „Geschmiedet“ dieser handwerklichen Technik. 39 renommierte Gestalterinnen und Gestalter aus zehn Ländern präsentieren höchst unterschiedliche Interpretationen des Gestaltens mit Gold, Silber, Eisen, Buntmetall in Verbindung mit dem Urelement Feuer.

Puristisch und schlicht ist die Formensprache, aber auch ornamental, grafisch und manchmal sogar organisch-verspielt. Wer bei „Schmiedearbeiten“ reflexartig an Grabkreuze (zwei Beispiele sind ausgestellt) oder Gartentore denkt, wird von der Vielfalt des Gezeigten überrascht sein.

 

Sie sind in der Tat auf Dauer angelegt – die „Fürimmer-Ringe“ von Bettina Dittlmann und Michael Jank aus Silber, fair gehandeltem Feingold, Kupfer, Reineisen.
Organisch-harmonisch: Modell „Tulipiere“ von Cóilín Ó Dubhghaill

 

 

 

 

 

 

 

Zu sehen sind u.a. die beeindruckend-markanten „Fürimmer-Ringe“ (Ehe- oder Freundschaftsringe) des deutschen Künstlerpaares Bettina Dittlmann & Jank (s. Foto), die Damaszener-Messer (beschleunigen den Puls aller Köche) aus dem Messer Werk Damaszenerschmiede, die schönen Kupfergefäße der Irin Cecilia Moore und die originelle Stahlwolle-Spielerei der estnischen Künstlerin Merlin Meremaa.

Dank ihrer edel-zeitlosen Ausstrahlung faszinieren die unverwechselbaren Arbeiten der japanischen und koreanischen Aussteller.

Am Donnerstag, 21. September um 18.30 findet ein Galeriegespräch mit Ausstellern statt. Jeden Donnerstag findet um 18.30 Uhr eine Führung statt.
Brikada-Empfehlung: Gewinnen Sie einen neuen Blick auf die Tradition der Schmiedekunst.
Autorin: Doris Losch

Die Künstlerin und Silberschmiedin Yuki Ferdinandsen stellt vollendete Objekte zur Schau. Foto: © Anders Bøggild
Zieht die Blicke unweigerlich auf sich: Schale aus Tombak von Beate Leonards.

 

 

 

 

 

 

Geschmiedet“ , Galerie Handwerk, Max-Joseph-Straße 4, 80333 München, bis 7. Oktober 2017.

Weitere Informationen: 
www.hwk-muenchen.de/galerie

 

Titelbild: Zu schade für den täglichen Gebrauch in der Küche ist der „Portionierer“ von Maike Dahl.