Welt-Meningitis-Tag: Meningokokken-Gefahr für Kinder häufig unerkannt

Wie eine Umfrage1 des Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmens GlaxoSmithKline (GSK) unter Eltern in Deutschland ergab, fühlen sich mehr als zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) nicht ausreichend über „Meningokokken“ informiert – einen der Auslöser von Meningitis und Sepsis.

Bei jedem zehnten Erwachsenen sind die Meningokokken-Bakterien unbemerkt im Nasen- und Rachenraum angesiedelt. Die Erreger können durch Tröpfcheninfektion, also Husten, Niesen, Sprechen oder Küssen, leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden.(2) Obwohl Meningokokken-Infektionen in Deutschland selten vorkommen (2016 waren es 336 Fälle) (3) sind die Bakterien vor allem für Säuglinge und Kleinkinder höchst gefährlich, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist.

 

Bildunterschrift (o.): Impfung zum Schutz vor Meningokokken-Infektionen – damit Baby wohlauf bleibt. Foto: © famveldman/Fotolia

 

Unspezifische Symptome verlangen besondere Aufmerksamkeit Jedes fünfte von GSK befragte Elternteil (21 Prozent) kennt die genauen Symptome einer Meningokokken-Erkrankung nicht.(1) Dabei ist es wichtig, bei den ersten Anzeichen sofort ein Krankenhaus aufzusuchen, da die Erkrankung innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden kann. Neben tödlichen Verläufen kann eine Meningokokken-Infektion bleibende Schäden wie Taubheit und die Amputationen von Gliedmaßen nach sich ziehen. Das Tückische: Die Symptome sind zunächst unspezifisch und grippeähnlich.(2)

Impfung zum Schutz vor Meningokokken-Infektionen möglich
Meningokokken kommen weltweit als zwölf Bakterienstämme vor: Fünf dieser sogenannten Serogruppen – A, B, C, W135 und Y – sind in Deutschland verbreitet. Gegen jeden dieser Stämme sind Impfstoffe verfügbar. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung gegen Meningokokken C ab dem zwölften Lebensmonat. Personen mit eingeschränkter Immunfunktion (z. B. nach einer Milzentfernung) oder mit engem Kontakt zu einem an Meningokokken Erkrankten empfiehlt die STIKO zusätzlich eine Impfung gegen die Serogruppe B. Zugelassen ist die Impfung gegen diese Serogruppe aber für alle Säuglinge ab dem zweiten Lebensmonat. Für die nur selten vorkommenden Serogruppen A, W135 oder Y gibt es zudem eine Impfempfehlung, falls eine gesundheitliche Gefährdung – z. B. bei Laborpersonal oder bei Reisen in Risikogebiete – vorliegt.(4)

 

Bildunterschrift (o.): Fürsorge, Vorsorge: für alle Säuglinge ab dem zweiten Lebensmonat empfohlen. Foto: © Romolo Tavani/Fotolia

 

Kampagne MENINGITIS BEWEGT. leistet Aufklärungsarbeit
Die Elternumfrage von GSK zeigt, dass die Gefahren einer MeningokokkenInfektion für Säuglinge und Kleinkinder stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden müssen: Bislang zählt nur knapp jedes zweite befragte Elternteil (46 Prozent) eine Meningokokken-Erkrankung zu den größten Risiken für sein Kind.(1) Einen Beitrag dazu leistet die bundesweite Aufklärungskampagne MENINGITIS BEWEGT. – auch über den WeltMeningitis-Tag hinaus. Shary Reeves, Moderatorin („Wissen macht Ah“) und Schauspielerin, setzt sich als Botschafterin für die Kampagne ein. „Mit meinem Engagement möchte ich dazu beitragen, dass Eltern das Leben ihrer Kinder retten können“, so Reeves über ihre Arbeit mit jungen Eltern und Menschen mit Kinderwunsch.

Eltern-Info-Event zum Welt-Meningitis-Tag in Berlin
Am 24. April 2017 begleitet Shary Reeves das vierte Eltern-Info-Event zum Thema „Meningokokken“ im Rahmen der Kampagne MENINGITIS BEWEGT. Im Planet Photo Concept Store informiert Kinderarzt Dr. Stephan von Landwüst über mögliche Ansteckungswege, Symptome sowie Folgeschäden von Meningokokken-Infektionen und stellt die zur Verfügung stehenden Schutzmöglichkeiten vor. Sandra Thumm, selbst Mutter und Redakteurin beim Portal schwangerinmeinerstadt.de, schildert den Umgang der Medien mit Gesundheitsthemen. Auch für Fragen der Besucher ist genügend Zeit eingeplant. Ein Highlight der Veranstaltung ist die interaktive Erlebnisausstellung: Audiovisuell unterstützt, können sich die kleinen und großen Gäste aktiv mit dem Thema „Meningokokken“ auseinandersetzen. Kinder sind willkommen und werden parallel in einem Kinderprogramm betreut.
(Quelle: GSK)

Referenzen
1 International Meningitis Parent Survey, Ipsos MORI on behalf of GSK. 5 February – 4 March, 2016.
2 BZgA-Erregersteckbrief „Meningokokken“: http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/meningokokken/, Februar 2017.
3 Robert Koch-Institut: Epidemiologisches Bulletin 03/2017: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/03_17.pdf;jsessionid=38 8FE2C280F7DB2B42EF440EBACD0D22.2_cid290?__blob=publicationFile, 19.01.2017.
4 RKI-Ratgeber für Ärzte „Meningokokken-Erkrankungen“: http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Meningokokken.html, Februar 2017.

 

Eltern-Info-Event MENINGITIS BEWEGT. in Berlin: 
Datum: 24. April 2017, 16.00-17.30 Uhr Location: Planet Photo Concept Store / Bergmannstr. 15 / 10961 Berlin
Anmeldung unter: meningitis-bewegt@schwangerinmeinerstadt.de

Weitere Informationen: 
www.meningitis-bewegt.de 
www.facebook.com/meningitisbewegt 
www.twitter.com/menbewegt 
www.instagram.com/meningitisbewegt 
www.youtube.com: MENINGITIS BEWEGT

Titelbild: Impfung zum Schutz vor Meningokokken-Infektionen ist möglich. Foto: © Africa Studio./Fotolia