Jeder Schuss ein Treffer? Fußballfieber ja – aber keine Chance den Windpocken!

 

Wenn am 10. Juni 2016 die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich startet und viele Menschen gemeinsam den Fußballteams zujubeln, ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Eine Impfung kann vor einer Infektion schützen und auch der möglichen Folgeerkrankung Gürtelrose vorbeugen.

Die Kinderkrankheit „Windpocken“ wird von Varizella-Zoster-Viren verursacht, die zu den Herpes-Viren gehören. Diese verbreiten sich buchstäblich „wie der Wind“ und erreichen jeden im Umkreis von mehreren Metern, der nicht immun ist. 90 Prozent dieser Menschen, die dem Virus ausgesetzt sind, erkranken daran. Infektionsgefahr besteht bereits ein bis zwei Tage vor dem Auftreten der typischen, mit Flüssigkeit gefüllten Pusteln. Zwar können dann bereits Symptome wie Kopfschmerzen auftreten, aber von ihrer Windpockenerkrankung wissen Infizierte oft noch nichts. In der Regel verläuft die Erkrankung bei gesunden Kindern ohne schwere Komplikationen. Eine häufige Folge der Windpockenerkrankung ist aber eine „Sekundärinfektion“, bei der sich der Hautausschlag ein weiteres Mal durch Aufkratzen der Wunden entzündet. Neugeborene, Personen mit einem geschwächten Immunsystem sowie Schwangere können allerdings auch schwere Krankheitsverläufe durchmachen.

Um dieses Risiko zu verringern, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut seit 2004 eine Schutzimpfung für alle Kinder, die meistens im Rahmen einer Kombinationsimpfung (zusammen mit Masern, Mumps und Röteln) erfolgt. Auch Jugendlichen, Frauen mit Kinderwunsch und Menschen mit bestimmten Erkrankungen, wie einer starken Neurodermitis, wird die Impfung empfohlen, wenn sie noch keine Windpocken hatten. Seit 2009 wird von der STIKO zu einer zweiten Impfdosis geraten – dann steigt die Schutzrate auf fast 100 Prozent an.

 

Bildunterschrift (o.): Windpocken können durch eine Tröpfchen-oder  Schmierinfektion übertragen werden.

Mit freundlicher Unterstützung von GlaxoSmithKline

 

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