Bayer Health: Osterzeit ist Schlemmerzeit – auch für Diabetiker


Das ist die Frage, die sich Diabetiker an Feiertagen noch häufiger stellen als im Alltag. Nach wie vor ist die Annahme weit verbreitet, dass ‚Zuckerkranke’ keinen Zucker essen dürfen. Dabei ist ein striktes Zuckerverbot für Diabetiker heute überholt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass geringe Zuckermengen den Stoffwechsel nicht belasten, sofern sie in der Kohlenhydrat-Gesamtbilanz berücksichtigt werden.

Das ist jedoch kein Freibrief für Schlemmen ohne Hemmungen. Für Menschen mit Diabetes gilt vielmehr das Genießen mit Maß. Für die Praxis bedeutet das: Kleine Mengen bewusst verzehren und dies nicht zu oft. Vor allem dann, wenn die Leckereien nicht nur Zucker, sondern auch viel Fett enthalten. Zeigt die Waage bereits Übergewicht an, ist ebenfalls eher Zurückhaltung angesagt. Vielfach lässt sich der Appetit auf Süßes jedoch auch zucker- und fettarm stillen. So ist der Erdbeerkuchen meist ebenso lecker wie die Schokoladen-Sahne-Torte, belastet das Kalorienkonto jedoch deutlich weniger. Und wer selbst in der Osterbackstube steht, kann durch leichte Anpassungen der Rezepte bereits viel erreichen. So schmeckt das Gebäck mit einem Drittel weniger Zucker in der Regel genauso gut. Auch ein bis zwei Esslöffel weniger Butter mindern den Genuss nicht.

Zusätzliche Unterstützung leisten Blutzuckerselbstkontrollen vor und nach dem Verzehr von Festtagsköstlichkeiten. Auf diese Weise kann jeder Diabetiker schnell selbst herausfinden, was und wie viel er essen darf, ohne dass der Blutzuckerspiegel zu stark ansteigt. Mit diesem Wissen können insulinpflichtige Diabetiker die Dosis an den Kohlenhydratverzehr anpassen und damit für einen ausgeglichenen Blutglucosegehalt sorgen.