Uniklinikum Jena für ambulante Krebs-Begleittherapie ausgezeichnet


Der Berufsverband der Niedergelassenen Onkologen zeichnet damit das ambulante Gesundheitstraining der onkologischen Ambulanz für Naturheilkunde am UKJ aus. Die andere Hälfte des mit 10.000 Euro dotierten Preises geht an Miranda Blohm, eine ehemalige Krebspatientin, die sich in der Selbsthilfe engagiert.

Die Jenaer erhalten den Preis für das Projekt "Begleitendes ambulantes Gesundheitsprogramm für Tumorpatienten", das aus dem ursprünglich von der Carstens-Stiftung geförderten Gesundheitstraining für Krebspatienten hervorgegangen ist. "Dank dem Preisgeld können wir jetzt weitere Kurse für unsere Patienten anbieten", freut sich Dr. Katja Zulkowski, Leiterin der Jenaer Ambulanz in der Klinik für Innere Medizin II.

Eine besondere Überraschung gab es während der Preisverleihung: Nach der Vorstellung der Gewinner spendete Preisjury-Mitglied Uwe Kaufmann spontan weitere 3.000 Euro für das Jenaer Projekt.

Mit dem therapiebegleitenden Gesundheitsprogramm sollen Krebskranke Methoden kennen lernen, wie sie die Behandlung der Tumorerkrankung aktiv unterstützen können. Dazu gehören u. a. eine gesunde Lebensweise, das Erlernen von angst- und stressreduzierenden Maßnahmen oder das bewusste Einsetzen eigener Kraftpotenziale.

Bereits die ersten acht Kurse des Gesundheitstrainings haben sehr gute Ergebnisse erbracht, so Katja Zulkowski. "Auch sechs Monate nach Abschluss unseres Trainings berichteten über 70 Prozent der Teilnehmer, dass sich ihr Wohlbefinden dauerhaft verbessert hat". Zudem haben aktuelle Ergebnisse großer Studien gezeigt, dass Bewegung – ein Teil des Jenaer Gesundheitsprogramms – helfen kann, die Wiederkehr der Krebserkrankung zu verhindern. "Auch gegen die bei Krebs oft auftretenden Erschöpfungszustände können wir mit regelmäßiger Bewegung und Entspannung etwas tun", so Zulkowski.

Das Jenaer Angebot wird sehr gut angenommen – es gibt bereits eine Warteliste für die nächsten Kurse. Diese starteten erneut ab 31. Januar. "Zudem wird es auch spezielle Angebote zu Entspannung, Walking und Ernährung geben", so die Leiterin der Ambulanz.

Hintergrund:
Die Ambulanz für Naturheilkunde in der Onkologie am Universitätsklinikum Jena wurde 2003 mit Unterstützung der Karl und Veronika Carstens Stiftung gegründet. "Die Aufgabe unserer Ambulanz besteht darin, neben der Erforschung der Wirksamkeit naturheilkundlicher Verfahren bei Krebs auch Krebspatienten während der stationären oder ambulanten Therapie mit Mitteln der Naturheilkunde zu unterstützen", sagt Prof. Dr. Klaus Höffken, Direktor der Klinik für Innere Medizin II und Initiator der Ambulanzgründung. Teil dieses Angebots ist auch das jetzt preisgekrönte ambulante Gesundheitstraining.

Weitere Informationen: www.med.uni-jena.de

(Der Link wurde am 12.02.2007 getestet.)