Dr. Elfrida Müller-Kainz/Dr. Beatrice Steingaszner: „Was Krankheiten uns sagen“

„Natürliche Gesetzmäßigkeiten bestimmen auf Erden, was im Sinne der Weiterentwicklung der Menschheit richtig oder falsch ist. Das wichtigste Gesetz ist das von Ursache und Wirkung.“ Krankheiten seien logische Folgen falscher menschlicher Verhaltensweisen. Wenn wir unser Verhalten ändern, haben Krankheiten ihren Zweck erfüllt – sie werden als Wegweiser nicht mehr gebraucht und verschwinden.“

Aus der Sicht von Dr. Elfrida Müller-Kainz gibt es keine – per se – unheilbaren Krankheiten. Bei manchen liege die Ursache z.B. in übermäßigem Geltungsstreben und einem übersteigerten Bedürfnis nach Anerkennung inklusive der weit verbreiteten Fremdsteuerung. Damit habe etwa Krebs zu tun. Typisch für Brustkrebspatientinnen seien etwa das Sich-Aufopfern, das Helfersyndrom, das ständige Streben nach Liebe und Anerkennung.

Als weit verbreitetes Übel unserer Zeit bezeichnet die Wissenschaftlerin die Ängste und ihre Wirkungen auf das Magen-Darm-System. „Der Körper ist das Spiegelbild der seelischen Zustände. Das wusste schon mein Lieblingsphilosoph Platon, der sagte: Willst Du die Krankheit heilen, musst Du die Seele heilen.“

Bildtext (l.): Dr. Elfrida Müller-Kainz. Foto: privat

Diese Weisheit manifestiert sich ja auch in den Sprüchen des so genannten Volksmunds, wenn man sich etwas zu sehr zu Herzen nimmt, man gelb oder grün vor Neid wird, einem eine Laus über die Leber läuft. Die Leber ist das Entgiftungsorgan des Menschen, die „große Fabrik für Ausgeglichenheit“.

Viele Menschen sind von Allergien geplagt. Bei Allergien sei das Loslassen – auch so ein großes Thema! – bestimmter Verhaltensweisen angesagt. Gelinge dies, würden die Allergien verschwinden.

Die von Schulmedizinern gerne zitierte Zunahme von so genannten Autoimmunkrankheiten führt die Institutsleiterin ebenfalls auf seelische Ursachen zurück.

Als Bindeglied zwischen Körper und Seele diene das Gehirn. Menschen müssten sich klar sein über ihr Verhalten und ihre Charaktereigenschaften prüfen: Besonders wichtig in unserer Zeit seien das Vergeben – „sich selbst zu vergeben ist sehr kompliziert!“ , die Ehrlichkeit zu sich selbst und anderen gegenüber, das Erkennen und Setzen von Prioritäten, sinnvolle Zeitnutzung und Konzentration, Mut, positive Lebenssicht.

Dr. Elfrida Müller-Kainz gibt zu bedenken: „Die göttlichen Gesetze werden heute auf praktisch allen Gebieten übertreten. Es hat sich ein materialistisches Weltbild durchgesetzt.“

(Anm. der Rezensentin: Was dabei herauskommt, dazu braucht man sich ja nur die Nachrichten anzuschauen.)

Über die Autorinnen: Dr. Elfrida Müller-Kainz hat an der Johns Hopkins University in den USA Psychologie und Philosophie studiert. Ihr Spezialgebiet sind die geistigen Natur- und Lebensgesetze und das Zusammenspiel zwischen Seele und Körper. Sie leitet das Institut für Gesundheits- und Persönlichkeitsbildung, Starnberg. Ihre Tochter Dr. Beatrice Steingaszner hat sich nach dem Studium der Zahnmedizin entschlosen, im Institut ihrer Mutter mitzuarbeiten. Ihr Hauptinteresse ist, Menschen zu helfen, Krankheiten vorzubeugen und Potenzial zu entfalten. Sie lebt in Wien.

Brikada-Bewertung: Lesen und nachdenken.
Doris Losch

Dr. Elfrida Müller-Kainz/Dr. Beatrice Steingaszner: „Was Krankheiten uns sagen“, Broschur, 392 Seiten, 5 Abbildungen, Euro 19.99, ISBN 978 38304 6523 2, erschienen im Trias-Verlag, Stuttgart.

Weitere Informationen:
www.thieme.de

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