Baden-Württemberg: Schlaganfallversorgung immer besser


„Zur weiteren Verbesserung der Qualität in der Schlaganfallversorgung sollen demnächst fünf weitere Schlaganfalleinheiten in den Landeskrankenhausplan aufgenommen werden. Dann steht in jedem Stadt- und Landkreis in Baden-Württemberg eine ausgewiesene Schlaganfalleinheit zur Verfügung“, so die Sozialministerin.

In Baden-Württemberg werden derzeit bereits rund 70 Prozent aller Schlaganfallpatientinnen und -patienten in einer Schlaganfalleinheit versorgt. Die Mortalität konnte in den zurückliegenden Jahren von 800 Fällen im Jahr 2004 auf 300 Fälle im Jahr 2009 gesenkt werden. Ebenso ist die Zahl der Patienten mit erheblichen Funktionseinschränkungen zurückgegangen.

Jährlich erleiden ca. 40.000 Menschen in Baden-Württemberg einen Schlaganfall. In den nächsten Jahren wird angesichts der demografischen Entwicklung eine Zunahme der Erkrankungsfälle erwartet. „Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall. Ein Patient sollte möglichst schnell in ein Kompetenzzentrum gebracht werden. Nur wenn alle Beteiligten schnell handeln, steigen die Chancen einer erfolgreichen Behandlung“, so Stolz.

„Optimale Versorgungsstrukturen sind aber nur ein Aspekt. Hinzukommen muss eine ausreichende Sensibilität bei Betroffenen, Angehörigen und dem betreuenden Arzt. Sie müssen den ersten Schritt machen. Wenn die Symptome richtig und frühzeitig erkannt werden, kann das professionelle Versorgungssystem greifen. Hier besteht noch Nachholbedarf.“
(Quelle: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg)

Weitere Informationen:
www.sm.bwl.de

(Der Link wurde am 10.05.2011 getestet.)