DGGG: Chlamydien – Problemkeim und keine Strategien


Etwa 100.000 Frauen in Deutschland sind unfruchtbar, weil sie beim Geschlechtsverkehr mit Chlamydien angesteckt wurden. Denn die Infektion mit Chlamydien verursacht meist keine spürbaren Symptome, kann aber bei der Frau dazu führen, dass die Eileiter sich entzünden und vernarben.

Das Ergebnis ist Unfruchtbarkeit und ein hohes Risiko für Eileiter-Schwangerschaften. Ein Früherkennungs-Programm, das eine rechtzeitige Behandlung ermöglicht und die weitere Ausbreitung der Infektionen verhindern könnte, ist vom Gesetzgeber längst vorgesehen. Aber es ist bis heute kein praktikabler Weg gefunden worden, dieses Screening flächendeckend umzusetzen.

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) empfiehlt, dass die Hindernisse auf dem Weg zu einem wirkungsvollen Chlamydien-Screening möglichst schnell beseitigt werden. Dazu gehören folgende Punkte:

* Angebot des Screenings für alle Frauen bis 34 Jahre.
* Angebot des Screenings auch für Männer
* Untersuchung des Zell-Abstriches aus dem Gebärmutterhals.
* Wiedereinführung der Meldepflicht, die seit 2001 ausgesetzt wurde.

Weitere Informationen:
www.dggg.de

(Der Link wurde am 23.02.2011 getestet.)