Deutsche Rheuma-Liga startet Modellprojekt mit Rheuma-Lotsen


Vor allem soll die Orientierung in dem für Rheumakranke zum Teil schwer durchschaubaren Versorgungssystem erleichtert werden. Besonders qualifizierte Berater, die Rheuma-Lotsen, vermitteln vor Ort zu verschiedenen Arztgruppen, Physio- oder Ergotherapien, Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen und zu den Angeboten der Selbsthilfe. Der Lotse steht den Betroffenen zur Seite und er ergänzt die ehrenamtliche Arbeit der Selbsthilfe. Ziele sind die Stärkung von Kompetenzen der Patientinnen und Patienten im Umgang mit ihrer Erkrankung sowie eine bessere regionale Vernetzung in der Versorgung. Dies geht perspektivisch auch einher mit einer Entlastung der Leistungsträger und -erbringer. Als Pilotphase haben die ersten beiden Beraterinnen kürzlich ihre regionale Rheuma-Lotsenarbeit in Heilbronn und Leipzig aufgenommen. Eine dritte Beraterin arbeitet als bundesweiter Lotse für seltene Erkrankungen in Wuppertal und ist dort bei der Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft angesiedelt.

Das Modellprojekt ist vorerst auf drei Jahre angelegt und wird durch das Bundesministerium für Gesundheit finanziell gefördert. Die Kosten für die Lotsen tragen BARMER GEK, AOK Bundesverband und DAK.

Das Projekt wird detailliert dokumentiert. Im Rahmen einer mehrjährigen Evaluation soll sich zeigen, ob die Arbeit der Lotsen erfolgreich ist und sich die Versorgung wirklich verbessert. Wenn sich das Modellprojekt bewährt, könnten zukünftig Rheuma-Lotsen die zahlreichen anderen Informations- und Beratungsangebote der Rheuma-Liga Verbände in allen Bundesländern ergänzen.

Weitere Informationen:
www.rheuma-lotse.de

(Der Link wurde am 16.06.2010 getestet.)