aid: Warum Pferde gute Therapeuten sind


Zahlreiche Krankheitsbilder werden positiv beeinflusst. Das Pferd als vierbeiniger Therapeut erfüllt dabei verschiedene Aufgaben: Bei der Hippotherapie helfen die besonderen Schwingungsimpulse des Vierbeiners etwa Patienten mit neurologischen Bewegungsstörungen. Rund 100 dreidimensionale Impulse pro Minute überträgt ein Pferd auf den Rumpf eines aufrecht sitzenden Patienten. Der Clou daran: Dieser Bewegungsablauf entspricht ziemlich genau dem des menschlichen Gehens. Ist die Gehfähigkeit beispielsweise durch Spastik oder Schlaganfall in Mitleidenschaft gezogen, kann sie mit Hilfe von Hippotherapie verbessert oder leichter neu erlernt werden.

In der Heilpädagogischen Förderung mit dem Pferd steht die günstige Beeinflussung der Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund. Der Vierbeiner fungiert hier als Medium für Menschen mit unterschiedlichsten Störungen. Durch die besondere Beziehung zum Therapiepferd und gleichzeitig die Aktivität in der Gruppe werden bei Verhaltensstörungen, psychischen und emotionalen Entwicklungsproblemen oft beachtliche Behandlungserfolge verbucht. So stärken insbesondere positive Erlebnisse mit dem Pferd das Selbstwertgefühl der Patienten nachhaltig. Aber auch Motorik, Wahrnehmung, Lernfähigkeit, Befindlichkeit und Verhalten werden durch das heilpädagogische Reiten und Voltigieren gezielt gestärkt.

Für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung ist der Pferdesport sportliches Engagement, das sie gemeinsam mit Reitern ohne Behinderung teilen. Zudem wirkt die Bewegung zu Pferd den oftmals behinderungsbedingten Bewegungseinschränkungen entgegen.
aid, Dagmar Barkmann

Weitere Informationen:
www.dkthr.de

Foto: Brigitte Karch

(Der Link wurde am 23.08.2009 getestet.)