Kühl und nicht länger als zwei Tage lagern


Denn im Laufe der Zeit gehen der Milch gesundheitsfördernde, antioxidativ wirkende Substanzen verloren. Auch das Einfrieren verringert die Zahl an Inhaltsstoffen, die den Säugling vor schädlichen, freien Radikalen schützen.

Die Muttermilch versorgt das Baby nicht nur mit lebenswichtigen Nährstoffen, sondern auch mit Substanzen, die die Infektionsabwehr unterstützen. Das ist besonders wichtig für Frühgeborene, deren Körper meist nicht genügend Antioxidanzien bereitstellen kann. Forscher von der Robert Wood Johnson Medical School in New Jersey haben untersucht, ob die Lagerung die Qualität der Milch beeinflusst. Dazu behandelten sie Muttermilchproben, die sechzehn Frauen innerhalb von 24 Stunden nach den Entbindungen abgegeben hatten. Im Labor bestimmten sie die antioxidative Kapazität der Milch: Die frische Milch zeigte die höchste Schutzwirkung vor schädlichen, freien Radikalen, erläutern die Wissenschaftler. Mit zunehmender Lagerzeit verringerte sich die Anzahl der Abwehrstoffe. Ein Einfrieren bei minus zwanzig Grad Celsius setzte die antioxidative Kapazität stärker herab als das Abkühlen auf vier Grad Celsius.

Quelle: Archives of Disease in Childhood. Fetal and Neonatal Edition, Bd. 89, Nr.6, S. F518, 2004