Keine Gartenarbeit ohne Tetanusimpfung


Und so kann es bei eigentlich banalen Schürfwunden oder Rissen in der Haut zum lebensbedrohenden Wundstarrkrampf (Tetanus) kommen, wenn man nicht dagegen geimpft ist oder die notwendigen Auffrischimpfungen vernachlässigt hat.

Gerade ältere Menschen vergessen oft, diese Nachimpfungen durchführen zu lassen. Werden die ersten Anzeichen der Erkrankung richtig erkannt, kann der Arzt solche Patienten noch durch eine sofortige Gabe von Tetanusimmunglobulin und eine aktive Impfung retten. Vergeht aber nach der Infektion zu viel Zeit, in der sich die Bakterien vermehren und ihre Giftstoffe im Körper ausbreiten können, kommt die Behandlung zu spät. Auch heute noch stirbt etwa ein Drittel der Tetanuspatienten trotz Behandlung. Anfangs-Symptome sind plötzliche Sprech- und Schluckstörungen; das Öffnen des Mundes wird schwierig, Essen und Trinken werden fast unmöglich. Danach kommt es zu Muskelkrämpfen und Atemnot, die eine künstliche Beatmung notwendig machen.

Die erste Tetanusimpfung erhalten Säuglinge mit zwei Monaten, die Grundimmunisierung ist im zweiten Lebensjahr abgeschlossen. Die erste Auffrischung bekommen Kinder vor Beginn der Schulzeit, also mit fünf bis sechs Jahren (Kombinationsimpfung gegen Wundstarrkrampf, Diphtherie und Keuchhusten), die nächste folgt im Alter zwischen 9 und 15 Jahren (Kombinationsimpfung gegen Wundstarrkrampf, Diphtherie, Keuchhusten und Kinderlähmung). Erwachsene sollten alle zehn Jahre eine Impfdosis erhalten, in der Regel mit einem Tetanus-Diphtherie-Impfstoff, gegebenenfalls auch mit zusätzlicher Keuchhustenimpfung. Diese Zehn-Jahres-Regel gilt bis ins hohe Alter. brä