38 Kliniken Bayerns verfügen über „Brustzentren“


An Brustkrebs erkrankte Frauen können in Bayern nunmehr mit einer verbesserten Behandlung rechnen. Dazu tragen die derzeit 38 Kliniken mit angeschlossenem "Brustzentrum" bei.

"Zur verbesserten Behandlung von Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, werden künftig so genannte ,Brustzentren‘ in einem besonderen Anhang zum Bayerischen Krankenhausplan ausgewiesen", sagte Bayerns Sozialministerin Christa Stewens in München. Damit sind im offiziellen Verzeichnis der Krankenhäuser, die gesetzlich Versicherte behandeln, diejenigen Kliniken gesondert erfasst, die den Anforderungen an die Strukturqualität entsprechen und zum so genannten "Disease-Management-Programm" (DMP) Brustkrebs der Krankenkassen zur Versorgung von Patientinnen mit Brustkrebs zugelassen sind.

Aktuell gibt es in Bayern 38 Krankenhäuser, die den Nachweis erbracht haben, dass sie bei der Behandlung von Frauen mit Brustkrebs wichtige Strukturqualitätskriterien entweder alleine oder in vereinbarter Kooperation mit anderen Kliniken erfüllen. Dabei geht es nach Stewens‘ Worten um Qualitätsmerkmale wie eine interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Versorgung, ein gesichertes Qualitätsmangagement, eine regelmäßige Fortbildung des Personals, die Einhaltung von Zeitzielen bei Diagnose- und Behandlungsabläufen und nicht zuletzt um den Nachweis, dass bei bestimmten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, zum Beispiel Brustoperationen, Mindestzahlen erreicht werden. Auch die psychosoziale Betreuung der Patientinnen und eine Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen seien bei diesen Kliniken sichergestellt.

An folgenden Kliniken steht ein Brustzentrum zur Verfügung:
Oberbayern:
Kreisklinik Altötting, Klinikum Dachau, Kreisklinik Ebersberg, Klinikum Garmisch-Partenkirchen, Klinikum Ingolstadt, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Städtisches Krankenhaus München-Schwabing, Städtisches Krankenhaus München-Harlaching, Städtisches Krankenhaus München-Neuperlach, Frauenklinik vom Roten Kreuz München, Klinikum Rosenheim, Klinikum
Starnberg.
Niederbayern:
Klinikum des Landkreises Deggendorf, Kreiskrankenhaus Eggenfelden, Klinikum Landshut.
Oberpfalz:
Klinikum St. Marien Amberg, Krankenhaus St. Josef und Klinikum der Universität Regensburg (im Krankenhaus St. Josef), Klinikum Weiden.
Oberfranken:
Klinikum Bamberg, Klinikum Bayreuth, Klinikum Coburg, Klinikum Hof, Krankenhaus Forchheim, Frankenwaldklinik Kronach, Klinikum Kulmbach, Klinikum Fichtelgebirge in Marktredwitz.
Mittelfranken:
Klinikum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Klinikum Fürth, Klinikum Nürnberg
Unterfranken:
Kreiskrankenhaus Aschaffenburg in Alzenau-Wasserlos, Klinikum Aschaffenburg, Leopoldina Krankenhaus der Stadt Schweinfurt, Klinikum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Schwaben:
Zentralklinikum Augsburg, Klinikum Kempten-Oberallgäu, Klinikum Memmingen, Donau-Ries-Klinik Donauwörth.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen