Wirtschaftsmedaille für Frau Dr. Sybill Storz


Als ein großes Vorbild für den Mittelstand bezeichnete Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister die Unternehmerin, die im letzten Jahr mit dem Preis für die beste Unternehmerin Europas durch den damaligen französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac ausgezeichnet wurde.

Gleich nach ihrer Ausbildung nahm Sybill Storz Ende der 50er Jahre an der Seite ihres Vaters, dem Firmengründer Karl Storz, die Arbeit im Familienunternehmen auf. Seit dem Tod ihres Vaters im Jahr 1996 leitet sie das Medizintechnikunternehmen als alleinige Geschäftsführerin und setzte die erfolgreiche Entwicklungs- und Vertriebspolitik fort. „In dieser Zeit hat sich der Umsatz der Karl Storz GmbH & Co. KG verdoppelt, die Mitarbeiterzahl ist um 70 Prozent gestiegen und die Zahl der Ausbildungsplätze hat sich verdreifacht“, stellte Wirtschaftsminister Pfister anerkennend fest. Das Tuttlinger Unternehmen ist heute Weltmarktführer bei zahlreichen medizinischen Geräten der Endoskopie und präsentiert sich aktiv in 22 Ländern der Welt mit Standorten und Händlervertretungen.

Der Wirtschaftsminister dankte der Unternehmerin für Ihre Treue zum Standort Tuttlingen und wies auf die wesentliche Bedeutung des Unternehmens als Arbeitgeber und Ausbilder für die Region hin. 1600 der weltweit 3800 Mitarbeiter seien in Tuttlingen beschäftigt. Mit jährlich 120 Auszubildenden in 12 Berufen nehme dieses Thema einen sehr hohen Stellenwert im Unternehmen ein, stellte Pfister erfreut fest. Dass nahezu alle Auszubildenden in das Unternehmen übernommen werden, bezeichnete der Minister als ganz besonders bemerkenswert.

Sybill Storz, so Pfister weiter, setze sich stets dafür ein, schulische, betriebliche und universitäre Bildung auf höchstem Niveau zu gewährleisten. So sei es für sie eine Selbstverständlichkeit gewesen, ihre Beteiligung am Public Private Partnership-Projekt „Hochschule Tuttlingen-Reutlingen“ von Beginn an zuzusagen. Lobend erwähnte der Wirtschaftsminister auch das Engagement der Unternehmerin für das Thema „Frauen im Beruf“. So unterstütze sie jährlich die Aktionswoche „Mädchen und Beruf“ und trage so dazu bei, das Interesse der Mädchen für technische Berufe zu wecken.

Als Mitglied der Initiative „Global Compact“ der Vereinten Nationen habe das Unternehmen Karl Storz GmbH Co. KG darüber hinaus zusätzliche unternehmerische Verantwortung übernommen und sich unter anderem dazu verpflichtet, die Einhaltung der international verkündeten Menscherechte in ihrer Einflusssphäre zu fördern, an der Abschaffung von Kinderarbeit mitzuwirken, Initiativen zur Förderung größeren Umweltbewusstseins zu ergreifen sowie gegen alle Formen von Korruption anzugehen.

Mit Stolz könne Sybill Storz auf viele Jahrzehnte außergewöhnliche berufliche Leistungen zurückblicken, sagte der Wirtschaftsminister und dankte der Geehrten für ihre großen Verdienste um die Wirtschaft in Baden-Württemberg.

Quelle: Wirtschaftsministerium