Vortrag über die Die Textilkünstlerin Irma Goecke im Germanischen Nationalmuseum

Neben ihrer Lehrtätigkeit an der Akademie baute Goecke die Nürnberger Gobelin-Manufaktur auf und leitete diese mit kurzer Unterbrechung nach 1945 bis 1966. Noch aus ihrer Dortmunder Zeit war sie mit der kunstsinnigen Familie Silberbach bekannt, die ein elegantes Bekleidungsgeschäft besaß, das zum Treffpunkt vieler Künstler avancierte. Die Tochter Annelise Silberbach entschied sich zunächst aus "luxuriösem Zeitvertreib", später aus Profession für die Fotografie. 1928 heiratet sie den Bildhauer Sigmund Kretschmer und eröffnet ein Jahr später ihr erstes Atelier in Dortmund.

Den Nachlass Irma Goeckes verwahrt das Deutsche Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum. Bei ihren Recherchen stieß Dr. Gisela Framke vom Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund hier auf seltene frühe Aufnahmen der renommierten Dortmunder Fotografin. Sie zeigen Irma Goecke, ihre Schwester und Freunde, die nicht selten vor textilen Arbeiten Goeckes posieren.

Weitere Informationen:
www.gnm.de

Titelbild: Irma Goecke vor einem ihrer Wandteppiche, Foto: Loni Liebermann, um 1971