Uni Augsburg: Kulturpreis Bayern für die Augsburger Dissertation von Dr. Iris Bergmann

In ihrer Dissertation "Accounting Based Valuation and 'Other Information' – A Simultaneous Equations Approach" auf dem BWL-Gebiet "Prüfung und Controlling" beschäftigte sich Bergmann mit der Frage, wie Unternehmensinformationen am Kapitalmarkt verarbeitet werden. Neben Rechnungslegungsinformationen aus Unternehmensbilanzen ist bislang ungeklärt, in welchem Ausmaß sich Kapitalmarktakteure "anderer Informationen" bedienen.

Bildtext (l.): Dr. Iris Bergmann bei der Preisverleihung am 13. November 2014 in Fürstenfeldbruck mit Laudator Hartmut Geldmacher, dem Stiftungsratsvorsitzenden der Bayerischen EliteAkademie. Foto: Bayernwerk AG

 

Um dies herauszufinden, entwickelte Bergmann in ihrer Doktorarbeit ein simultanes Modell zur Prognose von Unternehmensgewinnen. Grundlegend waren hierfür neben Finanzmarktdaten auch "andere Informationen", bestehend aus makroökonomischen, industriespezifischen und unternehmensspezifischen Variablen. Auf dieser Basis generierte Prognosen sind u. a. in der Lage, die Vorhersagen von Finanzanalysten zu erklären. Bergmann konnte zeigen, dass Analysten Informationen in ähnlicher Weise verarbeiten wie das Modell, das sie in ihrer Arbeit entwickelte.

Dr. Iris Bergmann war von Oktober 2008 bis September 2014 an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg am Lehrstuhl für Wirtschaftsprüfung und Controlling (Prof. Dr. Wolfgang Schultze) wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ihre in dieser Zeit erarbeitete und jetzt preisgekrönte Dissertation schloss sie im Februar 2014 ab. Inzwischen arbeitet sie im Bereich Group Controlling bei der Otto Bock HealthCare GmbH in Duderstadt.

Weitere Informationen:
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Titelbild: In diesem Jahr erhielt Dr. Iris Bergmann den Kulturpreis Bayern. Foto: Bayernwerk AG