Wiko Greifswald: Zwischen ThronSaal und FrawenZimmer

Erstmalig werden pommersche Fürstinnen aus dem 16. und 17. Jahrhundert in ihren politischen, konfessionellen und kulturellen Handlungsfeldern im Zwischenraum von geschlechtsneutralen und geschlechtsspezifisch bestimmten Handlungsparametern in den wissenschaftlichen Fokus genommen.

Damit wird an Forschungsergebnisse zum weiblichen regentschaftlichen Selbstverständnis, zu Herrschaftspraktiken (Netzwerke) und zur Repräsentationskultur angeknüpft, die zu hessischen, kursächsischen und brandenburgischen Fürstinnen gewonnen wurden.

Im Mittelpunkt der Tagung stehen schriftgestützte Handlungen und Objekte, die funktional als Repräsentationsformen frühneuzeitlicher weiblicher, insbesondere konfessioneller und politischer Herrschaftspraxis verstanden werden: Lesen, Schreiben und Sammeln als Handlungsfelder ebenso wie Buchbesitz, Bibliotheksstiftung und die memorialkulturellen Praktiken. Mit diesem Konzept wird das Wirken einzelner pommerscher Fürstinnen, besonders Sophia Hedwigs Herzogin von Pommern Wolgast (1561-1631) beschreib- und bewertbar.

Ausgewiesene Expertinnen wie NachwuchswissenschaftlerInnen konnten für die Erweiterung ihres Forschungsfeldes um die vergleichende Perspektive auf die Gegebenheiten im Herzogtum Pommern um 1600 gewonnen werden, ihre institutionellen Anbindungen reichen von den Universitäten über Forschungsbibliotheken bis zu Archiven.

Die Tagung findet vom 7. bis 10. Mai 2014 in Greifswald statt. Sie steht allen Interessierten offen. Es wird keine Tagungsgebühr erhoben.

Weitere Informationen:
www.wiko-greifswald.de/de/anmeldung