Professor Dr. Magdalena Götz erhielt „Familie-Hansen-Preis“


Die von der gleichnamigen Stiftung zum vierten Mal vergebene Auszeichnung ehrt die Biologin für ihre herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Neurobiologie. Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning und Dr. Wolfgang Plischke, im Bayer-Vorstand verantwortlich für Innovation, Technologie und Umwelt, überreichten den mit 50.000 Euro dotierten Preis im Rahmen einer Feierstunde in Leverkusen.

Prof. Dr. Kurt Hansen, ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender der Bayer AG, hatte zu Lebzeiten zusammen mit seiner Ehefrau eine Stiftung errichtet, deren Kapital treuhänderisch von der Bayer AG verwaltet wird. "Die Familie-Hansen-Stiftung zeichnet junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre außergewöhnlichen Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Biologie und der Medizin aus", erläuterte Werner Wenning. Genau dies leiste die Preisträgerin Professor Götz. Sie zeige damit, dass die Naturwissenschaften in Deutschland den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchten.

Professor Götz hat bei ihren vielfältigen und hervorragenden Arbeiten die Grenzen der Neurobiologie, der Entwicklungsbiologie und der Stammzellforschung aufgelöst: Die meisten Nervenzellen des menschlichen Gehirns gehen während der Gehirn-Entwicklung aus einer bestimmten Sorte von Gliazellen, den so genannten ‚radialen Gliazellen‘, hervor. Gliazellen wurden bisher für endgültig ausdifferenzierte Stützzellen gehalten. Dass sich derart spezialisierte Zellen zu hochdifferenzierten Neuronen weiterentwickeln können, wurde lange nicht für möglich gehalten.

Die in Heidelberg geborene Götz schloss 1989 ihr Biologie-Studium an der Universität Tübingen ab und promovierte dort 1992 bei Professor Jürgen Bolz über die Entwicklung des Cortex. Nach einer Postdoktorandenstelle am National Institute for Medical Research (London/UK) und bei Smith-Kline-Beecham (Harlow/UK) habilitierte sie sich 2000 an der Ludwig-Maximilians-Universität. Seit 2004 ist Frau Götz Direktorin am Institut für Stammzellforschung der GSF in der Helmholtz-Gemeinschaft in Neuherberg und Lehrstuhlinhaberin am Physiologischen Institut der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität.

Für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen wird sie in diesem Jahr nach dem "Familie-Hansen-Preis" auch den "Leibniz-Preis" der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhalten.

Quelle: Bayer HealthCare AG, Leverkusen

Weitere Informationen:
http://www.BayNews.bayer.de/…

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