Terre des Femmes Gründerin Ingrid Staehle erhält Bundesverdienstkreuz

„Terre des Femmes verdankt Ingrid Staehle viel: Sie war nicht nur Mitgründerin unserer Frauenrechtsorganisation, sondern prägte durch ihr ehrenamtliches Engagement kontinuierlich unsere inhaltliche und konzeptionelle Ausrichtung“, so Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von Terre des Femmes.

Die Journalistin Ingrid Staehle gründete 1981 in Hamburg zusammen mit einer Gruppe von Frauen Terre des Femmes. In den ersten Jahren leistete sie wertvolle Aufbauarbeit und legte so den Grundstein für die weitere Entwicklung des Vereins. „Angefangen hat alles mit einem starken Gefühl der Bestürzung und Fassungslosigkeit“, so Ingrid Staehle. Als Journalistin war sie auf Themen gestoßen, die bis dahin in Deutschland kaum jemand wahrgenommen hatte. Berichte über "Ehren"-Morde und weibliche Genitalverstümmelung, das waren neue Informationen, darüber wurde hierzulande nicht gesprochen. „Als ich zum ersten Mal über weibliche Genitalverstümmelung las, war mir, als würde in mein eigenes Fleisch geschnitten!“ Ingrid Staehle schrieb von da an darüber, wollte aufklären über die verborgenen Verbrechen, denen Frauen ständig ausgesetzt waren.

Bis zum heutigen Tag kämpft sie aktiv für ein gleichberechtigtes und freies Leben aller Mädchen und Frauen. Zuletzt war sie auf dem von Terre des Femmes organisierten Kongress „Mädchenrechte stärken – weltweit“, als Rednerin der Podiumsdiskussion zum Thema „Quo vadis Mädchen- und Frauenrechte“ vertreten. Ingrid Staehle studierte Philosophie, Geschichte und Politikwissenschaft in Tübingen, Hamburg und Freiburg/Schweiz und arbeitete lange Jahre bei der führenden deutschen Presseagentur DPA in den Ressorts Ausland und Kultur. Heute widmet sich Ingrid Staehle in Berlin dem freien Schreiben und Übersetzen.

Weitere Informationen:
www.frauenrechte.de

Bildtext (v.l.): Ingrid Staehle und Dilek Kolat. Foto: © senaif (für Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen)